UN-Diplomat Conze bezeichnet Wahl als "großen Festtag"

31. Juli 2006, 17:14
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"Überraschend friedlich"

Kinshasa - Die ersten freien Wahlen im Kongo seit 40 Jahren sind nach Einschätzung der UN-Mission im Kongo (MONUC) "überraschend friedlich" verlaufen. "Es war ein großer Festtag für das ganze Land", sagte der MONUC-Vizedirektor für politische Angelegenheiten, Albrecht Conze, am Sonntagabend. Lediglich in der Stadt Mbuji-Mayi sei es zu Unruhen gekommen.

In der Hauptstadt der rohstoffreichen Provinz Kasai wurden sieben Wahllokale in Brand gesetzt und zwei Lastwagen mit Wahlmaterialien geplündert. "Das ist wie eine Schramme an einem neuen Auto", sagte Conze.

Die UN-Truppen hätten nirgendwo eingreifen müssen. Auch die Eingreiftruppe der EU, an der die Bundeswehr in Kinshasa mit 280 Soldaten beteiligt ist, habe einen ruhigen Tag gehabt. Die Wahlbeteiligung habe gegen Mittag bei über 50 Prozent gelegen und werde in einigen Orten vermutlich über 90 Prozent erreichen. (APA/dpa)

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