Künstlerlexikon für Vorarlberg angekündigt

30. Juli 2006, 20:40
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Nachschlagewerk über die Bildende Kunst zwischen 1945 und 2005 erscheint im Oktober

Bregenz - Über die Bildende Kunst in Vorarlberg nach 1945 wird im Herbst erstmals ein umfassendes bibliographisches Lexikon erscheinen. Herausgeber sind das Land Vorarlberg und das Kunsthaus Bregenz. Insgesamt werden mehr als 500 Künstlerinnen und Künstler im Nachschlagewerk vertreten sein.

Diese Kennzahl für "Bildende Kunst in Vorarlberg 1945-2005 - Bibliographisches Lexikon" zeigt schon, wie lebhaft die "Szene" in der zweiten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts war. Maßgeblich für die Auswahl der Künstler war, dass sie in Vorarlberg geboren wurden oder längere Zeit hier ihren Arbeitsschwerpunkt hatten. Folgende Angaben finden sich zu den einzelnen Künstlern: Biografisches, Auszeichnungen und Stipendien, Kurztexte zum künstlerischen Schaffen, Einzelausstellungen und wesentliche Ausstellungsbeteiligungen, Ankäufe öffentlicher Einrichtungen und bibliographische Hinweise. Der Umfang des Lexikons beträgt rund 400 Seiten.

Die beiden Herausgeber haben mit der Sammlung, Recherche, Sichtung und wissenschaftlichen Aufarbeitung des umfangreichen Text- und Bildmaterials die Hauptrolle übernommen. Der Verlag Bucher in Hohenems zeichnet für die Gestaltung und die Produktion des Buches verantwortlich, die Galerie c.art in Dornbirn hat das Projekt mit der Übernahme des Verkaufs für Vorarlberg und Liechtenstein wesentlich unterstützt.

Die ersten Anstrengungen um ein umfassendes Lexikon dieser Art gehen auf die frühen achtziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts zurück. Bis damals lag nämlich lediglich die Arbeit von Helmut Swozilek, "Kunst in Vorarlberg 1900 - 1950", ein Katalog des Vorarlberger Landesmuseums, vor. Wer sich über die neue Kunst in Vorarlberg kundig machen wollte, wurde nicht wirklich fündig. Verschiedene Institutionen und mehrere Kunsthistoriker befassten sich mit der Erarbeitung eines Vorarlberger Künstlerlexikons, aus organisatorischen oder auch finanziellen Gründen war den Projekten aber kein Erfolg beschieden. Mitte der neunziger Jahre wurde der Versuch unternommen, eine elektronische Datenbank zur aktuellen Kunst in Vorarlberg über das Internet zugänglich zu machen, was letztlich ebenfalls nicht umgesetzt wurde.

Vor etwa zwei Jahren gab das Land Vorarlberg den Anstoß für die endgültige Aufarbeitung eines solchen Lexikons. Mit der Leitung wurde die Bregenzer Kunsthistorikerin und Mitarbeiterin des Vorarlberger Landesmuseums, Susanne Fink, beauftragt. Sie hatte sich schon durch die vom Vorarlberger Landesmuseum herausgegebene Dokumentation "Kunst und Bau in Vorarlberg 1945 bis 2003" einen Namen gemacht. (APA)

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