Zur Vorsorge wird aufs Haus gespart

2. November 2006, 19:44
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Eigener Herd ist Frau und Herrn Österreicher nach wie vor des Geldes wert. Um zu diesem zu kommen und damit für die Familie vorzusorgen, wird bevorzugt in Bausparverträge investiert

Wien - Auf die Frage "Für welches Vorsorge- bzw. Investmentprodukt würden Sie sich entscheiden?" nennen 78 Prozent der Österreicher den klassischen Bausparvertrag, 61 Prozent das Sparbuch, 54 Prozent eine private Zusatzpension und je 53 Prozent eine fondsgebundene Lebensversicherung sowie die staatlich geförderte Pensionsvorsorge. 51 Prozent würden die klassische Lebensversicherung wählen, wie eine Umfrage der britischen Lebensversicherung Clerical Medical ergeben hat. Lediglich 19 Prozent setzen auf einzelne Aktien.

88 Prozent der Österreicher erachten bei Vorsorge- bzw. Investment-Produkten "Transparenz und Verständlichkeit"als sehr wichtig oder wichtig. Für 81 Prozent sind "wertvolle Garantien"wichtig und 80 Prozent legen Wert auf ein "geringes Anlagerisiko". "Für 79 Prozent steht die Ausnutzung steuerlicher Vorteile im Vordergrund", erläutert Alastair McEwen, Chef von Clerical Medical Österreich.

Familie und Leben

Das primäre Ziel der persönlichen Vorsorge sehen 96 Prozent in der Absicherung der Familie, gefolgt von der Absicherung des derzeitigen Lebensstandards (94 Prozent). Die Schließung der staatlichen Pensionslücke ist hingegen nur für 34 Prozent "sehr wichtig"und für 49 Prozent "wichtig".

Die Schweiz liegt bei der Frage, "welcher europäische Finanzmarkt das größte Ansehen im Bereich Know-how für Vorsorge und Investmentveranlagungen hat"mit 35 Prozent klar an erster Stelle. Platz zwei geht bereits an Österreich (15 Prozent) - noch deutlich vor Deutschland (acht Prozent).

Auf die Frage, wer das entsprechende Wissen, die Unabhängigkeit und die Anlageerfahrung besitzt, um in einem Beratungsgespräch optimal auf die persönlichen Vorsorge- und Investmentwünsche einzugehen, antworteten 48 Prozent mit "Bankangestellte". Auf Platz zwei (16 Prozent) liegen Vermögensberater, zwölf Prozent stimmen für unabhängige Versicherungsmakler, fünf Prozent für den angestellten Außendienst und drei Prozent für Agenten.

Sechs Prozent der Befragten würden Vorsorgeprodukte auch direkt über das Internet kaufen. (Reinhard Kremer, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 31.7.2006)

  • Geht es um die persönliche Vorsorge, ziehen die Österreicher das Dach überm Kopf dem Aktienkauf vor.
    foto: standard/matthias cremer

    Geht es um die persönliche Vorsorge, ziehen die Österreicher das Dach überm Kopf dem Aktienkauf vor.

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