Finnland: Warnung der Bevölkerung keine Rechtfertigung für Angriff

31. Juli 2006, 06:24
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EU-Ratsvorsitz will am Dienstag in Brüssel "alle notwendige Schritte" für Ende des Libanon-Krieges setzen

Helsinki - Finnland als Vorsitzland der Europäischen Union hat sich über die israelischen Luftangriffe auf die libanesische Stadt Kana "geschockt und erschüttert" gezeigt. In einer Aussendung der EU-Ratspräsidentschaft hieß es am Sonntag, die Tatsache, dass Israel die Bevölkerung vor dem Angriff gewarnt und zum Verlassen der Gegend aufgerufen habe, sei keine Rechtfertigung für Angriffe, bei denen unschuldige Zivilisten, der Großteil davon Frauen und Kinder, getötet würden.

Dies gelte auch insofern, als Israel davor die Forderung der UNO nach eine dreitägigen Waffenruhe zur Evakuierung der Bevölkerung aus dem Südlibanon abgelehnt habe. Der finnische EU-Ratsvorsitz betonte erneut die Forderung nach einer sofortigen Waffenruhe und kündigte für den außerordentlichen EU-Rat am Dienstag (1.8.) in Brüssel "alle notwendigen Schritte" für ein Ende des Konflikts an, "inklusive einer politischen Lösung und der Entsendung einer internationalen Truppe zur Unterstützung eines permanenten Waffenstillstandes". (APA)

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