Argentinisches Finale in Kitzbühel

30. Juli 2006, 17:56
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Die Südamerikaner Augustin Calleri und Juan Ignacio Chela bestreiten das Endspiel am Fuße des Hahnenkamm

Kitzbühel - Das Finale des Tennis-Generali open in Kitzbühel ist 2006 eine rein argentinische Angelegenheit. Agustin Calleri und Juan Ignacio Chela qualifizierten sich am Samstag jeweils mit Drei-Satz-Siegen für das Endspiel beim mit 646.250 Euro dotierten ATP-Turnier in Tirol. Der als Nummer neun gesetzte Calleri schlug Vorjahresfinalist Fernando Verdasco (ESP) in 2:03 Stunden 4:6,6:1,6:3, Chela, die Nummer sieben des Turniers, behielt gegen den Russen Michail Juschni mit 6:2,4:6,6:4 die Oberhand.

Calleri am Papier der Favorit

Der Turnierverlauf spricht vor dem Endspiel am Sonntag eigentlich klar für den 29-jährigen Calleri. Die ATP-Nummer-59 besiegte mit Verdasco den Finalisten des Vorjahrs, bereits im Viertelfinale hatte er den Sieger von 2006, Gaston Gaudio, in zwei Sätzen besiegt. Auch Österreichs Rainer Eitzinger war gegen Calleri in der zweiten Runde ausgeschieden.

Im Halbfinale dominierte Calleri nach dem Verlust des ersten Satzes den zweiten Durchgang klar, sein spanischer Gegner haderte mit seinen fehleranfälligen Schlägen. Im entscheidenden dritten Satz gelang Verdasco das erste Break zum 1:0, Calleri schlug aber sofort zurück. Der Argentinier, der 2006 die Halbfinali von Baastad und Buenos Aires erreicht hatte, holte sich den Aufschlag sofort zurück, holte beim Stand von 4:3 das entscheidende Break zum 5:3 und verwertete nach 2:03 Stunden seinen zweiten Matchball zum 6:3.

Spannnendes zweites Halbfinale

Im parallel geführten zweiten Halbfinale fiel die Entscheidung erst in den letzten beiden Games. Melzer-Bezwinger Juschni schaffte zunächst den Anschluss, als er den Argentinier zum 4:5 breakte. Der 26-jährige Südamerikaner (ATP-Nummer 44) schlug jedoch postwendend zurück und nahm dem Russen den Aufschlag zum 6:2,4:6,6:4-Endstand ab. Juschni bewies dabei schwache Nerven, lag bei eigenem Aufschlag bereits 40:15 voran.

Auch Chela wartet 2006 noch auf den ersten Turniersieg, im Acapulco-Finale im März hatte es gegen Luis Horna eine knappe Niederlage gesetzt. Im head-to-head spricht die Bilanz für Calleri, der gegen Chela fünfmal siegreich blieb und die vergangenen drei Duelle für sich entschied. (APA)

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    Juan Ignacio Chela feiert den Einzug ins Finale von Kitzbühel.

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