Maier denkt nicht ans Aufhören

24. Oktober 2006, 14:01
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Keine Motivationspro­bleme beim Herminator - Dreiwöchiges Speed und Technik-Training in Neuseeland

Pörtschach - Auf seinem Weg zum dreiwöchigen Vorbereitungstraining in Neuseeland hat Hermann Maier am Samstag einen Zwischenstopp in Pörtschach am Wörthersee eingelegt. Zum Saisonauftakt am 29. Oktober in Sölden wolle er topfit sein, erklärte der Ski-Star vor Journalisten. Ans Aufhören verschwendet Maier vorerst keine Gedanken. In Übersee stehen Speed- und Techniktraining auf Schnee und Konditionstraining im Vordergrund.

Den kurzen Urlaub nach der vergangenen Saison habe er zum Tauchen auf den Malediven genutzt, sagte Maier. Ansonsten verbringe er viel Zeit in einer "kleinen Keuschn" im Salzkammergut, die ihm als Rückzugsort diene. Als neuen Freizeitsport hat er das Wasserskifahren entdeckt. "Das ist am Wörther See noch nicht herzeigewürdig", meinte der Sportler.

Mit der Motivation für das harte Training hat er, der im Skisport eigentlich schon alles erreicht hat, keine Probleme. "Spätestens wenn der Winter da ist, ist auch das Gefühl wieder da", meinte Maier. Auch wenn die Ansprüche inzwischen deutlich geringer geworden sind. "Früher war ich nur mit mindestens einer Sekunde Vorsprung zufrieden", sagte der vierfache Gesamtweltcupsieger. Inzwischen reiche es ihm "nur ein bissl vorne" zu sein. "Was jetzt an Erfolgen kommt, ist eine Zugabe für mich".

Mit dem Zustand seines, seit einem Motorradunfall lädierten Beins ist Maier "zufrieden". Das Sprunggelenk sei zwar "massiv eingeschränkt", Schmerzen verspüre er jedoch überhaupt keine. Problematischer seien da schon Schwellungen, die beispielsweise bei Flügen auftreten. "Die Eingeschränktheit bedeutet auch mehr Belastung für das Knie und den Rücken", gab Maier zu bedenken.

"So lange es noch geht, passt es", antwortete der Doppel-Olympiasieger auf die Frage nach Rücktrittsgedanken. Für die Teilnahme am Riesentorlauf in Bad Kleinkirchheim im Dezember 2007 stünden die Chancen jedenfalls gut. (APA)

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    Hermann Maier hat seine Ansprüche zurück geschraubt. Ein bisschen Vorsprung reicht ihm.

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