UNO und USA rufen zu friedlichen Wahlen auf

30. Juli 2006, 18:29
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Annan: Politiker sollen Niederlagen akzeptieren

New York/Washington - Die UNO und die USA haben die Menschen im Kongo zu friedlichen Wahlen aufgerufen. Er bitte die Wählerinnen und Wähler um eine rege Teilnahme und die Politiker um die Akzeptanz der Ergebnisse, sagte UNO-Generalsekretär Kofi Annan am Freitag in New York. "Gewalt muss vermieden werden."

Die Politiker seien aufgerufen, die "Spielregeln zu akzeptieren" und die Wahlergebnisse anzunehmen, ohne ihre Anhänger anschließend zu Kundgebungen und Protesten anzustacheln. Er hoffe, dass die Kongolesen die Gelegenheit wahrnähmen, "um ihre Differenzen durch die Wahlen statt durch andere Mittel zu überwinden".

Historische Chance

Die US-Regierung rief die Kongolesen auf, "die historische Chance" von freien und gerechten Wahlen zur Bestimmung einer "verantwortlichen Regierung" zu ergreifen. Alle Parteien seien aufgerufen, sich der Gewalt zu enthalten, erklärte der Sprecher des Weißen Hauses, Tony Snow, am Freitag in Washington.

Zuvor war ein Leibwächter des kongolesischen Vizepräsidenten Azarias Ruberwa getötet worden. Offenbar hatten sich Ruberwas Leibwächter und die Garde von Präsident Joseph Kabila einen Schusswechsel geliefert. Am Donnerstag waren bei Ausschreitungen während der letzten Wahlkampfveranstaltung des Präsidentschaftskandidaten Jean-Pierre Bemba vier Menschen getötet worden. Am Sonntag finden in der Demokratischen Republik Kongo die ersten Parlaments- und Präsidentschaftswahlen seit mehr als vier Jahrzehnten statt. (APA)

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