Lange Briefe zum kurzen Abschied

30. Juli 2006, 20:50
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In der Kunsthalle wurden - zugunsten von Aids-Life - Abschiedsbriefe vorgelesen

Salzburg, sagte Christian Rainer, sei "die Hölle" gewesen. Um das zu erkennen hatte der profil-Chef dort einen Tag gebraucht - und kam in Wien am Donnerstag prompt ins Fegefeuer der Schlussmach-Verarbeitung: In der Kunsthalle wurden - zugunsten von Aids-Life - Abschiedsbriefe vorgelesen. Von Frauen geschrieben, von Sibylle Berg herausgegeben ("Und ich dachte, es sei Liebe"). Rainer hatte sich - kaum kokett - "seinen" aber von Angelika Hager "maßschreiben" lassen. Kanzlertochter Nina Blum, Woman-Chefredakteurin Euke Frank und die ORF-Dame Dodo Roscic lasen aber authentisch. Von brav bis derb. Weil Salzburg auch anderen Medien-Chefs zu mühsam ist, mutierte die Lesung zum kleinen Mediengipfel: Mit den Dichands (Eva: Heute, Christoph: Krone) waren vier Chefredakteure da - und die plauderten mit Armin Wolf natürlich nur darüber, ob Rainer nicht lieber aus Ovids "Ars disamandi" deklamieren hätte sollen. (DER STANDARD - Printausgabe, 29./30. Juli 2006)
  • Fast ein echter Abschiedsbrief: Rainer (mit Blum und Frank) ließ "seinen" maßschreiben.
    foto: thomas rottenberg

    Fast ein echter Abschiedsbrief: Rainer (mit Blum und Frank) ließ "seinen" maßschreiben.

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