Mautner Markhof genehmigt sich Gabelbissen

16. August 2006, 10:57
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Der Traditionsbetrieb übernimmt den Wiener Gabelbissen-Hersteller Spak, bekannt durch Mayonnaise-Schüsserln, Aufstriche und Feinkost­salate - die Marke soll erhalten bleiben

Wien - Die Mautner-Markhof-Tochter Matmar se hat die Mehrheit der Anteile an der Wiener Spak Feinkost Gmbh übernommen. Die Marke Spak und die traditionellen Produkte wie die Mayonnaise -Schüsserln, Aufstriche und Feinkostsalate bleiben erhalten, sagte Geschäftsführer Hans-Peter Spak am Freitag auf Anfrage der APA. Über die Höhe der Kapitalbeteiligung von Matmar an Spak sowie den Kaufpreis wollte Spak keine Angaben machen.

"Feinkosthaus" in Osteuropa

Die beiden traditionsreichen Feinkost-Spezialisten, mit Sitz in Österreich und Tochtergesellschaften in fünf EU-Mitgliedsstaaten, werden im Zuge des Zusammenschlusses ihre Produkte aufeinander ausrichten und Synergien nutzen, heißt es in einer Mitteilung von Matmar. Der Vertrag sei am 25. Juli geschlossen worden. Das neue Unternehmen stärke seine internationale Position in der Lebensmittelproduktion sowie im Feinkosthandel. "Aus Matmar und Spak entsteht ein in Zentral- und Osteuropa führendes Feinkosthaus", so die Mitteilung.

Im Zuge der Verschränkung wird die Familie Spak - Hans-Peter Spak sowie Peter Spak jun. - weiter aktiv im Unternehmen tätig bleiben. Hans-Peter Spak erläuterte, er werde Delegierter des Verwaltungsrats der Matmar. Durch den Zusammenschluss sollen sich Synergien in Österreich, Tschechien, Polen und Ungarn ergeben. "Die Marke Spak wird gestärkt", so der Geschäftsführer, an Arbeitsplatzabbau werde nicht gedacht. Spak beschäftigt derzeit in Österreich 77 Mitarbeiter, in Tschechien 154 und in der Slowakei 15 Mitarbeiter. Der Umsatz lag 2004 bei 17,5 Millionen Euro.

Unter dem Dach der Holdinggesellschaft Matmar se waren bisher vier in der Lebensmittelproduktion tätige Gesellschaften in Österreich, Ungarn und Polen vereint, die insgesamt rund 450 Mitarbeiter beschäftigen. Durch den Zusammenschluss mit dem Feinkosterzeuger Spak wird die Gesellschaft um mehr als 200 Mitarbeiter und Standorte in Österreich, Tschechien, Ungarn und der Slowakei erweitert. (APA)

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    foto: spak
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