Herpes-Viren befreit von Verdacht, Hirntumore zu evozieren

4. August 2006, 17:01
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Deutsche Studie konnte keinen Zusammenhang zwischen zurückliegender Krankheit und Ausbruch von Krebs ausmachen

Heidelberg - Herpes-Viren können offenbar keine Hirntumoren verursachen. Das haben Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums nachgewiesen. Um herauszufinden, ob die zur Herpes-Gruppe gehörenden Zytomegalie-Viren an der Entwicklung von Hirntumoren beteiligt sind, analysierten die Forscher Gewebeproben aus den Tumoren von 77 Patienten. Trotz unterschiedlicher methodische Vorgehensweisen wurden die Forscher nicht fündig: Keiner der Tumore enthielt derartige Viren.

Häufigkeit nicht höher

Auch ein Zusammenhang zwischen einer bereits zurückliegenden Virus-Infektionen und dem Risiko, an einem Hirntumor zu erkranken, wurde nicht gefunden. An der Krankheit unbeteiligt sind offenbar auch die Herpes-Viren Varizella-Zoster, Herpes simplex und Epstein-Barr. Zwar enthielten die Blutproben zahlreicher Patienten Antikörper gegen diese Viren. Die Häufigkeit einer Herpes-Infektion in der Vergangenheit lag bei den Hirntumorpatienten den Forscher zufolge jedoch nicht höher als beim Durchschnitt der Bevölkerung. (APA/AP)

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    Herpes Simplex Virus 1 (HHV1), ganz aus der Nähe gesehen.

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