Zunahme von File-Sharing: Japaner sind Internet-Rebellen Nummer Eins

9. Juli 2007, 11:32
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Studie zeigt drastisches Wachstum der japanischen Tauschbörsen-Gemeinde - Sozio-kulturelle Differenzen unter Internet-Piraten

Wenn sich die Recording Industry Association of America (RIAA) zum Thema File-Sharer äußert, dann betont sie meistens die stetige Dezimierung der P2P-Population oder das Wachstum legaler Online-Angebote. Zu einem absolut gegensätzlichen Schluss musste die japanische Abteilung der Organisation aufgrund einer nun veröffentlichten Studie kommen.

Download im Aufwind

Demnach sei der Down- und Upload illegaler Dateien über das letzte Jahr hinweg stark angestiegen. 1,8 Millionen User verzeichnen die Tauschbörsen mittlerweile, was einem Anstieg von 27,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr gleichzusetzen ist.

Andere Sitten

Interessant dürfte auch die für Europäer und Amerikaner untypische Software sein, die unter Japanern auf besonderen Anklang stößt. So steht an erster Stelle Winny (33,3 Prozent), gefolgt von WinMx (24,5 Prozent) und Limewire mit 19,8 Prozent. eDonkey und "BitTorrent-Clients" führen hingegen eher ein Schattendasein.

Safer-Surf

Den Mahnungen seitens der Regierung File-Sharern empfindliche Strafen aufzuhalsen zu Trotz, verzichtet die Mehrheit der Japaner nicht aus Angst vor rechtlichen Konsequenzen auf Tauschbörsen, sondern aus Furcht vor Viren und anderen Schädlingen. (red)

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