Zertifikate: Best End-Zertifikate im Vergleich zu klassischen Bonuszertifikaten

10. Oktober 2006, 10:48
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Bei moderatem Kursanstieg oder Stagnation klarer Vorteil für klassisch - Von Walter Kozubek

Beim neu zur Zeichnung aufgelegten Best-End Bonuszertifikat auf den DJ-EuroStoxx50-Index erhält man auf jeden Fall sein eingesetztes Kapital zurück, wenn der Index bis zum Laufzeitende des Zertifikates in 5 Jahren niemals um mehr als 40% des Ausgangswertes verliert.

Läuft der Index gut, dann wird der höchste an einem Monatsletzten ermittelte Indexschlussstand innerhalb der nächsten 5 Jahre als Tilgungsbetrag herangezogen. Befindet sich der europäische Blue Chip-Index am Monatsultimo August des Jahres 2008 beispielsweise mit 32% gegenüber dem Startwert im Plus, um dann bis zum Laufzeitende des Zertifikates wieder auf sein aktuelles Kursniveau zurückzufallen, dann wird das Zertifikat mit 132% des Ausgangswertes getilgt werden.

Die Voraussetzung dafür ist allerdings, dass die Barriere bei 60% bis zum Laufzeitende nicht berührt wird. Im Fall der Schwellenberührung wird das Zertifikat, wie alle anderen Bonuszertifikate auch, gemäß der am Laufzeitende aktuellen Indexperformance getilgt.

Das Commerzbank Best End-Bonuszertifikat auf den DJ-EuroStoxx50-Index mit Bewertungstag 29.7.11, ISIN: DE000CM19982 kann noch bis 28.7.06 mit 100 Euro plus 1% Ausgabeaufschlag gezeichnet werden.

Nun könnte auf jeden Fall der Vergleich mit einem „normalen“ Bonuszertifikat mit ähnlich langer Laufzeit und ähnlich hohem Sicherheitspuffer interessant sein.

Beim Sal. Oppenheim Bonuszertifikat auf den DJ-EuroStoxx50-Index mit Laufzeit bis 26.8.11, ISIN: DE000SAL8E43, befindet sich die Barriere bei 2.110,24 Punkten und der Bonuslevel bei 4.689,41 Punkten. Ausgehend vom Indexstand von 3.625 Punkten errechnet sich somit ein Sicherheitspuffer von 41,80%. Wenn dieser Puffer bis zum Laufzeitende niemals aufgebraucht wird, dann wird das Zertifikat auf jeden Fall eine Bonusrendite von 37,31% einbringen, da das Zertifikat derzeit um 34,15 Euro zu bekommen ist.

Wenn der Indexstand den Bonuslevel am Laufzeitende überschreitet, dann partizipiert man vollständig an diesem Kursanstieg, da kein Cap die maximale Rendite limitiert. Im Falle der Schwellenberührung erlischt natürlich auch bei diesem Zertifikat das Recht auf die Bonuszahlung.

ZertifikateReport-Fazit: Für das Best End-Zertifikat spricht natürlich die Tatsache, dass man den Index in Form der Bonuszahlung zum absoluten Höchststand an einem der zur Berechnung herangezogenen Stichtage „verkaufen“ kann. Legt der Index an einem der Stichtage um mehr als 37,31% zu, dann schneidet man mit dem Best End-Zertifikat im Falle eines darauf folgenden Kursrückganges besser als mit einem normalen Bonuszertifikat ab. Gegen das BestEnd-Zertifikat spricht eindeutig die Tatsache, dass mit dem „normalen“ Bonuszertifikat auch dann eine Rendite von 37,31% (=6,48% p.a.=) erzielt wird, wenn der Index nicht um mehr als 41,80% nachgibt.

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