Stora Enso will Sägewerke abstoßen - vier Standorte in Österreich

21. August 2006, 13:59
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Der finnisch-schwedische Holzkonzern erwägt den Verkauf sämtlicher Sägewerke, vier Standorte in Österreich wären betroffen

Stockholm - Der finnisch-schwedische Holzkonzern Stora Enso erwägt den Verkauf sämtlicher seiner Sägewerke. Das sagte Finanzchef Hannu Ryppönen gegenüber der schwedischen Wirtschaftszeitung "Dagens Industri" (Freitag-Ausgabe). Als Grund für derartige Überlegungen nannte Ryppönen die nicht zufrieden stellende Rentabilitätsentwicklung der Sägewerkssparte. Von einem Verkauf betroffen wären vier Standorte in Österreich: Ybbs - mit rund 460 Mitarbeitern das größte Sägewerk des Konzerns - Brand, Bad St. Leonhard und Sollenau.

Ryppönen betonte in dem Interview, es sei noch keine Entscheidung gefallen, derzeit werde "die beste Lösung" für die Zukunft der Sägewerke gesucht, der Verkauf der ganzen Sparte sei aber "eine Alternative". Die Sägewerksparte ist der kleinste der vier Geschäftsbereiche des Konzerns und macht rund zehn Prozent des gesamten Verkaufsvolumens aus. Insgesamt sind in den 27 Sägewerken und Veredelungsbetrieben von Stora Enso Timber knapp 5.000 Menschen beschäftigt.

Stora Enso betreibt derzeit ein umfangreiches Sparprogramm, das die Kosten ab 2008 um jährlich 300 Mio. Euro senken soll. Im Zusammenhang mit der Veröffentlichung des Halbjahresberichts vergangenen Mittwoch deutete Konzernchef Jukka Härmälä an, dass es zu noch größeren Kostensenkungen kommen könnte. (APA)

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