Mehr als 80 Hitzetote in Kalifornien

30. Juli 2006, 20:39
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Fast 40 Grad im Schatten - Stromversorgung gefährdet - Neue Stromausfälle in New York

San Francisco - Der unerbittlichen Hitzewelle in Kalifornien fallen immer mehr Menschen zum Opfer. Die Zahl der Todesfälle, die allem Anschein nach auf die extrem hohen Temperaturen in dem US-Staat zurückgehen, wurde am Mittwochabend (Ortszeit) mit 81 angegeben - ein Anstieg von rund 30 binnen 24 Stunden. Die Temperaturen gingen zwar leicht zurück, lagen aber noch immer nahe 40 Grad Celsius.

Die meisten der Todesopfer seien ältere Menschen, die in dem extrem heißen Tal zwischen San Francisco und Los Angeles gestorben seien. Auch drei illegale Einwanderer seien unter den Opfern. Sie wurden an der Grenze zu Mexiko gefunden und seien offenbar an Entwässerung gestorben.

Klimaanlagen kurbeln Stromverbrauch an

Auch die Elektrizitätsversorgung in Kalifornien war weiterhin gefährdet, wenngleich nicht mehr ganz so stark wie an Tagen, an denen noch 46 Grad Celsius gemessen wurden. Am Mittwoch waren nur noch wenige tausend Haushalte in Kalifornien ohne Strom. Ursache der Ausfälle waren Kapazitätsprobleme wegen der intensiven Nutzung von Klimaanlagen.

Auch in New York waren die Netze weiter überlastet: Zwar wurde die Stromversorgung im Stadtteil Queens am Mittwoch nach zehn Tagen auch in den letzten betroffenen Haushalten wieder hergestellt. Dafür mussten 60.000 Bewohner von Staten Island sechs Stunden lang ohne Elektrizität auskommen. Im Großraum St. Louis, wo Stürme in der vergangenen Woche zahlreiche Leitungen beschädigt und die Stromversorgung von einer halben Million Kunden gekappt hatten, waren am Donnerstag in der Früh (Ortszeit) noch 46.000 Haushalte und Unternehmen betroffen. (APA/AP)

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