Umweltkatastrophe an der Küste Beiruts

29. Juli 2006, 14:28
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10.000 Tonnen schweres Heizöl sickerten nach israelischem Angriff auf Industrieanlagen ins Meer - Umweltschützer besorgt

Beirut - Die israelischen Luftangriffe auf Industrieanlagen im Libanon stellen für die zum Teil malerische Küste des Mittelmeerlandes eine ernste ökologische Bedrohung dar. Nachdem auf die Öltanks mehrerer Kraftwerke an der Küste Bomben gefallen waren, flossen rund 10.000 Tonnen schweren Heizöls ins Meer, erklärte ein Beamter des libanesischen Umweltministeriums am Donnerstag in Beirut. Von der Verschmutzung sei ein Küstenabschnitt von 80 Kilometer Länge betroffen, der von Sidon im Süden bis Jbeil im Norden reiche, sagte der Beamte.

Die Ölteppich sind auch von der beliebten Beiruter Ramelt-al-Baida-Promenade aus zu sehen und zu riechen. Einzelne Strände hat der Ölschmutz bereits erreicht. Fischer berichteten von verendeten Fischen und Krabben. Umweltschützer sprechen von einer "Katastrophe". Ökonomen befürchten zusätzliche Rückschläge für den Fremdenverkehr, der sich stark auf den Badetourismus am Mittelmeer stützt. (APA/dpa)

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    Die Küste bei Beirut ist von einer dicken Öl-Schicht überzogen.

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