Schah-Sohn sieht Drahtzieher der Libanon-Krise im Iran

27. Juli 2006, 18:14
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Reza Pahlavi II.: Internationale Gemeinschaft soll Mullah-Regime schwächen

Berlin - Der Sohn des letzten Schahs von Persien, Reza Pahlavi II., sieht die Hintermänner der jetzigen Libanon-Krise in Teheran. "Die Taktik, jetzt Gruppen wie die Hisbollah losschlagen zu lassen, war eiskalte Berechnung. Es sollte den G-8-Gipfel in St. Petersburg vom iranischen Atomproblem ablenken", sagte der 45-Jährige der in Berlin erscheinenden Tageszeitung "B.Z." (Freitagsausgabe).

Als Lösung rief er die internationale Staatengemeinschaft auf, alles daran zu setzen, das Mullah-Regime zu schwächen. Jahrelange Verhandlungen mit dem Iran nannte er Zeitverschwendung. "Wenn Teheran die Atombombe hat, ist es zu spät", sagte Pahlavi dem Blatt zufolge. Bei Präsident Mahmoud Ahmadinejad mische sich Fanatismus und Religion, bei der logisches Denken ausgeschaltet sei.

"Befreiung das Wichtigste"

Die Befreiung seiner Heimat sei das Wichtigste. Das habe er sich zur Lebensaufgabe gemacht. "Danach wird das Volk über die politische Staatsform entscheiden", erklärte der in den USA lebende Prinz der "B.Z." Er halte eine parlamentarische Monarchie für das Beste im künftigen Iran, da diese die Einheit des Vielvölkerstaates besser gewähren würde. (APA/dpa)

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