Mautner Markhof will zurück ins Senf-Geschäft

16. August 2006, 10:57
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Industriellenfamilie will in Österreich wieder "Estragon" & Co produzieren - Bayrischer Eigentümer der Marken­rechte droht mit Klage

Wien - Die österreichische Industriellenfamilie Mautner Markhof steigt wieder in die Senf-Produktion ein. "Wir sind ... zurück im Senf-Geschäft", sagte der Manfred Leo Mautner Markhof in der jüngsten Ausgabe des Nachrichtenmagazins "Format". Ab Herbst will er demnach in Österreich wieder "Estragon"- und "Kremser"-Senf sowie eine Luxusproduktlinie mit der Submarke "Albatros" auf den Markt bringen.

Die Mautner Markhof AG hatte 2002 ihre Senf- und Essig-Produktion inklusive der Markenrechte für "Kremser Senf" und "Hesperiden Essig" für 35 Millionen Euro an die bayrische Devely verkauft. Devely droht Mautner Markhof laut "Format" nun mit Klage: "Wenn die das machen, dann klagen wir", sagte Develey-Boss Michael Durach laut Magazin.

Der Ex-Banker Manfred Leo Mautner Markhof (52) hatte vom früheren "Clanchef" und ehemaligen FPÖ-Politiker Georg Mautner Markhof (78) Ende 2004 das Ruder im Familienkonzern übernommen. Schon dabei kündigte er an, dass das Unternehmen die Geschäftsaktivitäten wieder ausweiten werde. Damals konzentrierte sich das Unternehmen im wesentlichen nur noch auf eine Getränke-Produktion in Ungarn, ein kleines Senf-Unternehmen in Polen und die Wiener Immobilie in Simmering. (APA)

  • Neben "Estragon"- und "Kremser"-Senf will Mautner Markhof die Luxusproduktlinie "Albatros" auf den Markt bringen.
    foto: standard/matthias cremer

    Neben "Estragon"- und "Kremser"-Senf will Mautner Markhof die Luxusproduktlinie "Albatros" auf den Markt bringen.

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