3,4 Prozent Plus für die Werbebranche

28. Juli 2006, 20:55
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Die österreichische Werbekonjunktur hat sich im ersten Halbjahr 2006 besser entwickelt als erwartet

Wien - Die österreichische Werbekonjunktur hat sich im ersten Halbjahr 2006 besser entwickelt als erwartet: Im Vergleich zum gleichen Zeitraum im Vorjahr stiegen die Bruttoausgaben für Werbung von Jänner bis Juni 2006 um 3,4 Prozent von 1,66 Mrd. Euro auf 1,71 Mrd. Euro. Das geht aus der Werbebilanz von Focus Media Research hervor, die am Dienstag in korrigierter Fassung veröffentlicht wurde. Der Fachverband für Werbung und Marktkommunikation in der WKÖ war zu Beginn des Jahres von einem Wachstum von 2,6 Prozent für das erste Halbjahr ausgegangen.

Einen deutlichen Aufwind gab es bei den elektronischen Medien, wo die Privaten gegenüber dem ORF die Nase deutlich vorne hatten. So konnten die Privat-TV-Sender in den vergangenen sechs Monaten ein Plus von 19 Prozent, der ORF ein Wachstum um 2 Prozent verbuchen (TV-Insgesamt Plus 7,6 Prozent). Auch die privaten Hörfunksender lagen mit einem Plus von 12,4 Prozent gut im Rennen, während der ORF-Hörfunk Einbußen von rund einem Prozent einstecken musste (Hörfunk-Insgesamt Plus 3,1 Prozent). Kinowerbung legte um 15,1 Prozent zu.

Ein gutes, wenn auch nicht ganz so euphorisches Bild zeichnete sich im Printsektor ab, der im ersten Halbjahr insgesamt um 2,3 Prozent gewachsen ist: Tageszeitungen legten um 3,8 Prozent zu und regionale Wochenzeitungen um 1,2 Prozent - wohingegen es bei den Illustrierten und Magazinen einen leichten Rückgang gab (minus 1,1 Prozent). Deutliche Verlierer waren die Zeitungsbeilagen, die Einbußen von über 21 Prozent einstecken mussten.

Mediensektor in Bewegung

Dass der Mediensektor als solcher in Bewegung ist (im September erscheint eine weitere neue Tageszeitung - im Bereich Gratiszeitungen gibt es einen regelrechten Boom), spiegelt sich auch in den Werbeausgaben wieder: So wurde laut Focus-Berechnung für Medien mit 115,1 Millionen Euro um über sieben Prozent mehr ausgegeben als im ersten Halbjahr 2005.

Der Juni allein betrachtet verzeichnete laut Focus Media Research ein Werbewachstum von 6,9 Prozent (242,1 Millionen Euro) im Vergleich zum Juni 2005. Das stärkste Wachstum konnte der klassische Prospekt mit dem deutlichen Plus von 18,3 Prozent verbuchen, während die Printmedien insgesamt eher stagnierten (plus 0,2 Prozent). Der Hörfunk entwickelte sich rückläufig (minus 1,3 Prozent) und das Fernsehen mit 13,9 Prozent Plus positiv (12,9 Prozent für den ORF und 15,8 Prozent für die Privaten). (APA)

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