Österreichische Beobachter bleiben auf ihrem Posten

28. Juli 2006, 17:04
23 Postings

Höfler: Auf eigenen Wunsch - Israelische Armee schon an Beobachtungsposten vorbeigezogen

Wien - Trotz des Bombentreffers auf einem UNO-Beobachtungsposten im Libanon mit vier Toten bleiben die zwei Österreicher, die derzeit noch als UNO-Beobachter im Südlibanon ihren Dienst versehen, auf ihrem Posten. Dies geschehe auch auf den ausdrücklichen Wunsch der beiden, sagte Generalmajor Günter Höfler, Kommandant der Streitkräfte, am Donnerstag auf Anfrage der APA. Die beiden seien weniger gefährdet, da die israelischen Streitkräfte an ihrem Beobachtungsposten bereits vorbeigezogen seien.

Seit dem Bombentreffer auf den UNO-Beobachtungsposten, der mit einem Chinesen, einem Kanadier, einem Finnen und einem Österreicher besetzt war, gilt ein österreichischer Soldat offiziell als vermisst. Aus den Trümmern wurden bisher drei Leichen geborgen, von denen vorerst nur die des chinesischen Soldaten identifiziert werden konnte. Die beiden anderen sollen am heutigen Donnerstag in Jerusalem forensisch untersucht werden, die Identifizierung gestaltet sich aber aufgrund der Wucht des Bombentreffers schwierig. Nach dem vierten Leichnam wird noch gesucht. Solange die Identifizierung nicht abgeschlossen ist, wollen die österreichischen Behörden keine Namen nennen, der Soldat gilt als vermisst.

Wie die "Salzburger Nachrichten" in ihre Donnerstag-Ausgabe berichten, soll es sich um den 44-jährigen Major Hans-Peter L. aus Graz handeln, Vertragsbediensteter beim Kommando "Internationale Einsätze" in der steirischen Landeshauptstadt. Am 16. August hätte der gebürtige Burgenländer in seine Heimat zurückkehren sollen. (APA)

Share if you care.