EU-Beauftragter kritisiert Strategie der USA in Afghanistan

31. Juli 2006, 08:40
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"In der Vergangenheit zu wenig NATO-Soldaten im Land"

Kabul - Die US-Truppen in Afghanistan haben sich nach Ansicht eines EU-Diplomaten zu lange einseitig auf die Bekämpfung des Terrornetzwerks Al Kaida konzentriert. "Vielleicht war ihnen nicht klar, dass es nicht nur Al Kaida war, die die Taliban produziert hat", sagte der EU-Sondergesandte für Afghanistan, Francesc Vendrell, am Mittwoch.

Er erinnerte daran, dass die Taliban ihren Aufstieg den chaotischen Zuständen während des Bürgerkriegs der Jahre 1992 bis 1996 verdankten. Vendrell äußerte die Hoffnung, dass die gegenwärtige Verstärkung der NATO-Truppe ISAF in Afghanistan der zunehmenden Gewalt ein Ende setzen werde. In der Vergangenheit seien zu wenig NATO-Soldaten im Land gewesen. (APA/AP)

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