EU half 2006 bei unvorhergesehenen Katastrophen mit 150 Mio. Euro

31. Juli 2006, 13:49
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Erdbeben in Pakistan, Lage in Darfur und Nahost-Krise leerten Hilfstöpfe

Brüssel - Die EU-Kommission hat 2006 für unvorhergesehenen humanitäre Katastrophen bereits mit rund 150 Millionen Euro geholfen. Insgesamt standen zu Jahresbeginn im Kommissionsbudget 496 Millionen Euro an Hilfsgeldern zur Verfügung, 69 Mio. Euro davon für unvorhergesehene Ereignisse wie das schwere Erdbeben in Pakistan zu Jahresbeginn oder die neue Nahostkrise, von denen 62 nun schon ausgegeben sind. Für Darfur und die palästinensischen Gebiete wurden zusätzlich schon 90 Mio. Euro aus Budgetreserven bereitgestellt.

Mittel ausgeschöpft

Das die Mittel für nicht-vorhersehbare Ereignisse bereits zum Halbjahr quasi ausgeschöpft ist, sei "ziemlich außerordentlich", sagte der Sprecher von Entwicklungskommissar Louis Michel zur APA. Dieses Jahr verlangt aber auch ziemlich viel", und Michel engagiere sich zudem bei allen Katastrophen ganz besonders stark. Die Kommission hofft, dass die Libanon-Konferenz heute in Rom auch die bilaterale Geberfreudigkeit der Mitgliedstaaten fördert. Bisher haben die 25 Staaten etwa 16 Mio. Euro an Hilfe zur Verfügung gestellt, wobei hier allerdings die Bereitstellung von meist teurer Logistik nicht mitgerechnet ist.

Lange Liste

Das reguläre Budget der EU-Stelle für Humanitäre Hilfe (ECHO) fließt in alle Teile der Welt wo Hilfe dringend benötigt wird. Die Liste der Empfänger reicht von Kindern in Nordkorea über Opfer des Krieges in Tschetschenien, bis zu palästinensische Flüchtlingen oder Hurrikane-Geschädigten in der Karibik. In Afrika ist die EU nahezu in allen Ländern engagiert. Die EU verfolge mit ihrer Hilfe ein "Nicht-Diskriminierungs"-Prinzip, daher könne man auch nicht 'neun' sagen, wenn von der UNO eine Bitte kommt, so der Sprecher. (APA)

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