WHO richtet Frühwarnsystem für Zoonosen ein

29. Juli 2006, 19:00
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SARS, BSE und Vogelgrippe abschreckende Beispiele für Tierkrankheiten, die auf den Menschen übertragen werden können

Genf/Rom/Paris - Ein gemeinsames Frühwarnsystem für Tierkrankheiten, die auch Menschen gefährlich werden können - so genannte Zoonosen - hat die Weltgesundheitsorganisation WHO gemeinsam mit der Welternährungsorganisation FAO und der Welttiergesundheitsorganisation OIE ins Leben gerufen. Das globale, webbasierte Frühwarnsystem GLEWS ist das erste für diese Art von Krankheiten, berichtet die WHO.

"Vom Gesichtspunkt der Tiergesundheit, ist eine solche Kontrolle von Tiererkrankungen im frühen Stadium einfacher und vor allem auch billiger für die internationale Gemeinschaft", so Bernard Vallat, OIE-Generaldirektor. Im Falle von Zoonosen bringe dieses Warnsystem deutliche Vorteile durch Kontrollmechanismen. Damit gebe es deutliche Vorteile für die öffentliche Gesundheit.

Informationsaustausch als Basis

Ein Frühwarnsystem sei nach dem Auftreten der Erkrankungen SARS, BSE und Vogelgrippe notwendig geworden. Diese Krankheiten hätten auf die Schwächen der bestehenden Systeme hingewiesen und zudem ermöglicht, dass sich diese Krankheiten derart schnell über die Grenzen hinweg ausbreiten konnten. "In diesem Kontext ist der größte Output von GLEWS eine bessere Vorhersage und auch Verhinderung von Tierkrankheiten durch Informationsaustausch, epidemiologische Analysen und gemeinsame Feldforschung. Das soll dazu führen, dass durch ein gemeinsames Vorgehen eine bessere Antwort auf Notfälle gegeben werden kann ", so Samuel Jotzi vom Landwirtschafts-, Biosicherheits-, Nahrungs- und Konsumentenschutz-Department der FAO.

Die Geschichte zeige, dass je früher solche Zoonosen bekannt werden, desto schneller auch darauf reagiert werden könne. "Nur so können Gesundheitsgefahren für die Menschen ausgeschaltet werden", so Susanne-Weber-Mosdorf, WHO-Assistant Director General für nachhaltige Entwicklung und gesunde Umwelt. Gerade bei der Vogelgrippe werde klar, dass Human- und Veterinärmediziner eng miteinander kooperieren müssten. Das neue Warnsystem GLEWS sei ein wesentlicher Schritt in die richtige Richtung. (pte)

  • Bild nicht mehr verfügbar

    Alltäglicher Anblick in Peking im Frühjahr 2003, der Zeit von SARS

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