Mit Sport gegen Brustkrebs

26. Juli 2006, 19:46
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Fünf Stunden körperliche Betätigung pro Woche kann Risiko um 38 Prozent senken

Wien - Die Wiener Ärztekammer plädiert dafür, mehr Prävention und Sport ins österreichische Gesundheitswesen einzubringen. Fast jede/r zweite ÖsterreicherIn ist übergewichtig und ein Viertel der österreichischen Kinder ist zu dick, warnten am Mittwoch in einer gemeinsamen Pressekonferenz der Wiener Ärztekammer-Präsident Walter Dorner und Sport-Staatssekretär Karl Schweitzer (B).

Um Prävention im österreichischen Gesundheitssystem voranzutreiben, habe man das Projekt "Fit für Österreich" entwickelt, sagte Schweitzer. Mit Hilfe der Sport-Dachverbände ASKÖ, ASVÖ und Sportunion habe man Strukturen geschaffen, die nun genutzt werden müssten. Interessierte könnten zwischen 1.227 Bewegungsangeboten wählen.

Risiko-Senkung um 38 Prozent

Eine französische Studie, bei der 100.000 Frauen über einen Zeitraum von zwölf Jahren (1990-2002) getestet wurden, habe ergeben, dass diejenigen, die wöchentlich mindestens fünf Stunden intensive Bewegung betrieben, ihr Brustkrebsrisiko um bis zu 38 Prozent senken konnten. Die Wahrscheinlichkeit, an den Herzkranzgefäßen zu erkranken, könne durch Sport gar um 60 Prozent reduziert werden, sagte Dorner.

Gesundheit und volkswirtschaftlicher Nutzen

Es gehe darum, aus einem sehr guten Krankheitssystem ein gutes Gesundheitssystem zu machen und den Sport als Dienstleister mit einzubeziehen, erklärte Schweitzer. Er berief sich auf eine Studie des Instituts für Höhere Studien (IHS), dass unter der Annahme, dass alle Erwerbstätigen durch betriebliche Gesundheitsförderungsprogramme erreicht werden und alle erwerbstätigen Personen, denen auf sie individuell zugeschnittenen Empfehlungen Folge leisten würden, volkswirtschaftliche Einsparungseffekte in der Höhe von bis zu 3,64 Milliarden Euro möglich seien. (APA)

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