Luxusartikel weiter stark gefragt

21. August 2006, 14:00
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Französischer Markenartikelhersteller legte beim Umsatz kräftig zu - Entwicklung im Luxusgüterbereich verlangsamt sich nicht

Paris - Mag Geiz bei manchen Konsumenten noch so geil sein, schmücken andere sich ganz gern mit dem Charme des teuren Luxus. Beredtes Zeugnis darüber legen die jüngsten Zahlen des weltgrößten Luxusgüterkonzerns LVMH (Moet Hennessy Louis Vuitton) ab, der seinen Umsatz im ersten Halbjahr deutlicher als von den Analysten erwartet steigern konnte. Wie der Hersteller von "Dior"-Parfüm und Louis-Vuitton-Produkten mitteilte, stieg der Umsatz um 13 Prozent auf 6,968 Milliarden Euro. Auf vergleichbarer Basis seien es zwölf Prozent. Analysten waren von 6,949 Mrd. Euro ausgegangen.

Das Umsatzplus wurde dabei in allen Verkaufsregionen - USA, Europa oder Asien gleichermaßen registriert. Allein im Parfüm- und Kosmetikbereich wurden im vergangenen halben Jahr 13 Prozent mehr der kostbaren Produkte - von der Capture Skin Cream bis zum J'adore-Duft von Dior - an den Mann bzw. in diesem Fall an die Frau gebracht.

"Es gibt keinerlei Hinweis darauf, dass sich die Entwicklung im Luxusgüterbereich verlangsamt, schon gar nicht in den USA, wo die Nachfrage nach höherwertigen Produkten kontinuierlich steigt", blickt eine Analystin für die Branche optimistisch in die Zukunft. An ihrer Spitze steht dabei LVMH, der für das heurige Jahr der schnellste und sichtbarste Wachstum in der Branche prognostiziert wird.

Allein bei den Tag-Heuer-Uhrprodukten und Juwelen verkaufte der französische Konzern um 23 Prozent im ersten Halbjahr mehr als im Vorjahreszeitraum. Die Handtaschen und andere Modeaccessoires, auf denen das Louis-Vuitton-Monogram prangt, legten um zwölf Prozent zu. Mit einem Anteil von 35 Prozent gehört die Marke zu den größten Umsatzbringern bei LVMH.

Auch die Börse belohnte die glänzenden LMVH-Zahlen - der Marktwert des Unternehmens liegt bei rund 38 Milliarden Euro - sogleich. In Paris stiegen die Papiere des Luxusgüterkonzerns, zu dem auch die Parfümmarke Guerlin und Veuve Cliquot Champagner gehört, um 2,3 Prozent auf 77,05 Euro. (Bloomberg, Reuters, kat, DER STANDRD, Print-Ausgabe, 26.7.2006)

  • Ob Handtaschen, Parfüm oder Champagner, die Produkte des Luxusgüterkonzerns LVMH erfreuen sich weltweit einer starken Nachfrage.
    foto: louis vuitton

    Ob Handtaschen, Parfüm oder Champagner, die Produkte des Luxusgüterkonzerns LVMH erfreuen sich weltweit einer starken Nachfrage.

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