Streit innerhalb der Hisbollah

27. Juli 2006, 10:30
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Gefolgschaft des einflussreichen Scheich Sobhi Toufeili in Baalbek wirft Nasrallah "erbärmliches Versagen" vor

Beirut - Innerhalb der libanesischen Schiitenbewegung zeichnen sich angesichts der andauernden israelischen Militäroffensive unerwartete Spannungen ab. Die Gefolgschaft des einflussreichen Hisbollah-Führers Scheich Sobhi Toufeili in Baalbek hat erstmals schwere Vorwürfe gegen Hisbollah-Generalsekretär Scheich Hassan Nasrallah erhoben und ihm "erbärmliches Versagen bei der Leitung des Widerstandes" vorgeworfen. Nasrallahs "Strategie der nationalen Verteidigung" habe sich in eine "Strategie der nationalen Zerstörung" gewandelt, heißt es in einem Kommuniqué der Toufeili-Anhänger, wie die Beiruter Zeitung "L'Orient-le Jour" am Dienstag in ihrer Internetausgabe berichtete.

"Tod und Zerstörung Ergebnis des Größenwahns" - Kritik an Teheran

Nasrallahs "große Worte und Drohungen" hätten sich als "leer" erwiesen und den Schiiten im Libanon nur "Tod und Zerstörung" gebracht. "Dieser Krieg ist das Ergebnis des Größenwahns von Sayed Hassan Nasrallah", heißt es in der Erklärung. Dem Iran wird darin vorgeworfen, "den libanesischen Widerstand in den Selbstmord zu treiben". (APA)

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