Postrock zum Selbstkostenpreis

26. Juli 2006, 16:09
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Die heimischen Formationen Thalijah und Tupolev im Wiener Fluc

Wie ein Wunder erscheint es, dass an diesem Wochenende einmal keine Groß- oder Möchtegerngroßveranstaltung zur Stadtflucht ruft. Ein Blick in den Konzertkalender zeigt für diese Woche vor allem eines: Leere.

Fast. Denn wenn man am Donnerstag, etwa auf dem Heimweg vom Stadionbad noch ein oder fünf Getränke zur Wiederherstellung des Elektrolythaushalts im Wiener Fluc zu sich nimmt, kann man nebenbei zwei der erstaunlichsten heimischen Formationen live erleben: Thalijah und die nach einem russischem Flugzeug benannten Tupolev.

Thalijah setzen auf die Einsicht, dass mehr mehr ist und sind deshalb ein ziemlich großes Unternehmen, das gut ein Dutzend Mitstreiter umfassen kann, das ihren, na ja, Postrock einen wahren Sog erzeugen lässt - von wegen viele über- und ineinander fließende Gitarrenspuren. Glenn Branca hätte seine Freude, Sonic Youth auch.

Auch einen experimentellen Rockentwurf spielen Tupolev, seines Zeichens ein Vierer aus Wien. Sie haben damit schon Vergleichs- und Assoziationsbögen verantwortet, die von Silver Mt. Zion bis zu den Verlangsamungen von Codeine reichen - gibt Schlechteres! Eintritt? Kein Eintritt! (flu/DER STANDARD, Print-Ausgabe, 26. 7. 2006)

27. 7. Fluc, 2., Praterstern. 21.00 Uhr
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