Führungslose Spitzenklubs

27. Juli 2006, 10:56
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Präsidenten-Posten bei Real und Barcelona derzeit nicht besetzt

Madrid/Barcelona - Der Machtkampf in den Chefetagen der spanischen Fußball-Spitzenklubs FC Barcelona und Real Madrid hat zu einer kuriosen Situation geführt. Die beiden Erzrivalen wissen derzeit nicht, wer sie in die neuen Saison führen wird. Ramon Calderon wird bei Real seit Montag nur noch als "provisorischer Präsident" geführt, bis ein Rechtsstreit um seine Wahl entschieden ist. Bei den Katalanen wird auf gerichtliche Anordnung am 10. September ein neues Präsidium gewählt.

Der Präsident des FC Barcelona, Joan Laporta, und sein Team wollten bis 2007 im Amt bleiben. Das verstieß nach Auffassung des Gerichts jedoch gegen die Statuten des Vereins. Laporta will sich erneut zur Wahl stellen und ist zuversichtlich, dass er im Amt bestätigt wird. Seine Chancen stiegen, als sein schärfster Kritiker Sandro Rosell, ein ehemaliger Vize des Clubs, am Montag auf eine Kandidatur verzichtete.

Bei Real setzte sich ein Konkurrent Calderons, Juan Miguel Villar Mir, vorläufig mit der Anfechtung der Wahl durch. Calderon war am 2. Juli zum Präsidenten gewählt worden, Villar Mir ging jedoch vor Gericht: Er vertritt den Standpunkt, dass die Briefwahlstimmen nicht alle korrekt ausgezählt wurden. Bei der Wahl war Villar Mir Dritter hinter Calderon und Juan Palacios geworden.(APA/dpa)

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