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25. Juli 2006, 15:08
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Pop statt Parteisitzungen: Pekings Große Halle des Volkes wird zur Konzert-Bühne, um Geld einzufahren

Peking - Chinas rasante Wandlung zur modernen Konsumgesellschaft macht nicht einmal vor symbolträchtigen kommunistischen Monumentalbauten Halt. Ab dem kommenden Monat dient die Große Halle des Volkes im Herzen der Hauptstadt Peking als Bühne für Pop-Konzerte, berichtete die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua. Wo sich bisher regelmäßig der Nationale Volkskongress zu biederen Parteisitzungen versammelte, rocken künftig die Helden des fernöstlichen Pop. Im August sind unter anderem Konzerte der taiwanesischen Stars Richie Jen, Huang Pinyuan und Jeff Chang geplant. "Ich hätte nie gedacht, dass ich dort einmal ein Konzert geben würde", wurde Chang bei Xinhua zitiert.

Bisher diente die nach der kommunistischen Revolution 1949 erbaute Riesenhalle am Tienanmen-Platz allenfalls als Bühne für seriöse Musikaufführungen. Poppige Unterhaltungsveranstaltungen waren in der heiligen Halle nicht geduldet. In der Volksrepublik werden verstärkt bis jetzt verschlossene Staatsbauten für öffentliche Veranstaltungen geöffnet, um Geld einzunehmen. (APA)

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