China: Hunderttausende vor Taifun "Kaemi" in Sicherheit gebracht

26. Juli 2006, 14:48
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44.000 Schiffe in die Häfen zurückgerufen - Windgeschwindigkeiten von 33 Meter pro Sekunde

Peking - Nach den verheerenden Zerstörungen durch den Taifun "Bilis" hat am Dienstag der neue Wirbelsturm "Kaemi" den Südosten Chinas erreicht. Die Behörden brachten mehr als 700.000 Menschen in Sicherheit. 44.000 Schiffe wurden in die Häfen zurückgerufen.

In der Provinz Fujian setzten Stürme ein, als "Kaemi" über die Insel Taiwan zog. Hier waren rund 640.000 Bewohner von den Vorsichtsmaßnahmen betroffen. In der benachbarten Küstenprovinz Zhejiang galt dies für mindestens 80.000 Menschen.

Die Behörden sandten Einsatzkräfte in Bergregionen, um zu verhindern, dass Erdrutsche und Sturzbäche erneut Menschen töten. Infolge dieser Naturgewalten waren beim Taifun "Bilis" in der vergangenen Woche mehr als 600 Menschen gestorben, rund 200 weitere werden noch vermisst. Etwa 3.000 Polizisten, zu deren Ausrüstung auch 80 Rettungsboote gehören, stehen für Hilfsaktionen bereit.

Vorkehrungen

Meteorologen erwarten, dass "Kaemi" etwa 24 Stunden in Fujian wüten wird, bis der Taifun in die im Inland gelegene Nachbarprovinz Jiangxi weiterzieht. Auch in der Provinz Hunan bereiten sich die Menschen für Mittwoch und Donnerstag auf das Unwetter vor.

Auf Taiwan hat "Kaemi" am Dienstag trotz starker Winde und heftiger Regenfälle nur geringe Schäden angerichtet. Der Flug- und Bahnverkehr im Südosten der Insel wurde aus Sicherheitsgründen eingestellt. Mehr als 20.000 Haushalte im Bezirk Taitung waren zeitweise von der Stromversorgung abgeschnitten. (APA/dpa)

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