E-Control: Hitze noch keine Gefahr für Stromversorgung

27. Juli 2006, 09:58
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Boltz: Allerdings "Probleme möglich, wenn es noch 14 Tage so heiß bleibt" - Auch Lage in Mitteleuropa derzeit undramatisch

Die auch in Österreich anhaltende Hitzewelle stellt weiterhin keine Gefahr für die heimische Stromversorgung dar, betont der Geschäftsführer des Energieregulators E-Control, Walter Boltz. "Wenn es jedoch noch 14 Tage so heiß bleibt, könnte es eventuell schon Schwierigkeiten geben - mit der Versorgung und auch mit dem Preis", meinte Boltz. Zuletzt waren wegen der Hitze die Strom-Großhandelspreise kräftig angestiegen, vorerst schlage dies aber noch nicht auf die Endkunden durch, sagt Boltz.

Halbwegs stabil

Derzeit sei die Stromversorgungs-Lage in Österreich noch halbwegs stabil. Anders als 2003 sei die Wasserkraftspeicher-Situation nach dem an Regen reichen Frühling zufriedenstellend. Auch sei der Wasserstand der Donau im Gegensatz zu anderen europäischen Flüssen nicht dramatisch gesunken. Zudem würden die kalorischen Kraftwerke angesichts der attraktiv hohen Strompreise auf vollen Touren laufen.

Auch in Mitteleuropa insgesamt sei die Situation derzeit nicht so dramatisch: Deutschland verfüge noch über Erzeugungsreserven, und Frankreich habe die Grenzwerte für die Kühlwasser-Temperatur angehoben, um Kraftwerke nicht vom Netz nehmen zu müssen. (APA)

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