Peres reagiert mit Skepsis auf Forderungen nach UNO-Friedenstruppe

26. Juli 2006, 08:59
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Israelischer Vize-Premier: "Habe den Eindruck, dass sich die UNO ihrer Grenzen bewusst ist"

Warschau - Der israelische Vize-Regierungschef Shimon Peres hat sich skeptisch gegenüber Forderungen nach einer starken UNO-Friedenstruppe an der libanesisch-israelischen Grenze gezeigt. "Wenn die internationalen Truppen in der Lage wären, die Schüsse auf Israel zu stoppen, dann hätten wir sicherlich nichts dagegen", sagte Peres am Dienstag gegenüber der polnischen Tageszeitung "Dziennik". "Gleichwohl sehe ich eine solche Möglichkeit nicht. Ich habe den Eindruck, dass sich die UNO ihrer Grenzen bewusst ist."

Peres versicherte, dass Israel den Libanon oder Teile seines Nachbarlandes nicht besetzen wolle. "Wir kämpfen nicht gegen die Libanesen", sagte er. Die israelische Regierung verfolge das Ziel, dass die Hisbollah die Grenze zu Israel räume. Der Staat im Staate, den die Terrororganisation im Libanon bilde, müsse beendet werden. (APA)

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