Hormon-Therapie erhöht Krebsrisiko

25. Juli 2006, 11:13
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Einnahme von Östrogen und Testosteron hilft zwar gegen Libidoverlust - Die Schädlichkeit ist jedoch laut Studie enorm

Chicago - Die Einnahme bestimmter Hormonpräparate gegen Wechseljahr-Beschwerden erhöht laut einer US-Studie drastisch das Brustkrebsrisiko. Frauen, die mit Östrogen und Testosteron behandelt würden, hätten ein mehr als doppelt so hohes Risiko, an Brustkrebs zu erkranken, hieß es in der am Montag im angesehenen US-Fachmagazin "Archives of Internal Medicine" veröffentlichten Untersuchung. Für die Studie wurden die medizinischen Befunde von mehr als 70.000 Frauen ausgewertet.

Gefahr relativiert Vorteile

"Diese Art von Hormontherapie mag bei Stimmungsschwankungen, Problemen mit der Libido oder der Knochendichte helfen, aber das mögliche Brustkrebsrisiko könnte diese Vorteile überwiegen", sagte eine Ko-Autorin der Studie, Rulla Tamini von der Harvard Medical School. Frühere Untersuchungen hatten bereits gezeigt, dass Kombinationspräparate aus Östrogen und Progestin (Gestagen) zu einem erhöhten Risiko von Brustkrebs, Schlaganfällen und Herzinfarkten führen können. (APA/AP)

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