USA erklären Sicherheitsoffensive in Bagdad für gescheitert

25. Juli 2006, 07:13
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Neuer Plan nach Treffen Bushs mit irakischem Premier am Dienstag erwartet

Washington - Die USA haben die vor sechs Wochen gestartete Offensive zur Eindämmung der Gewalt in Bagdad für gescheitert erklärt. Die Ziele des Plans seien nicht erreicht worden, sagte der Sprecher des Weißen Hauses, Tony Snow, am Montag in Washington. Präsident George W. Bush werde bei seinem Treffen mit dem irakischen Ministerpräsidenten Nuri Al-Maliki am Dienstag in Washington über Alternativen sprechen.

Es wird erwartet, dass Bush und Maliki einen neuen Plan vorstellen werden, der die Stationierung weiterer US-Soldaten in der irakischen Hauptstadt vorsieht. Maliki habe darüber bereits mit dem Oberbefehlshaber der US-Truppen im Irak, General George Casey, beraten, hieß es aus Regierungskreisen. Die Sicherung Bagdads habe hohe Priorität.

Die irakische Regierung hatte im Juni eine groß angelegte Sicherheitsoffensive in Bagdad gestartet. Bush lobte diese nach seinem Überraschungsbesuch im Irak am 13. Juni; seitdem nahm die Gewalt jedoch wieder zu. Derzeit sind insgesamt 127.000 US-Soldaten in dem Land stationiert, davon etwa 55.000 in Bagdad. (APA/AP)

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