Schlingensief im Kasino

24. Juli 2006, 19:41
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Das Enfant terrible der Wiener Performance-Szene Barbara Kraus meint: "Fuck all that shit!"

Barbara Kraus schlägt wieder zu! Diesmal betätigt sich das Enfant terrible der Wiener Performance-Szene als Viren-Verteiler. Über 60 "Trojaner" hat sie engagiert: Leute aus der Tanzgemeinde und die "Company-Freaks" von ImPulsTanz - vom Kartenverkäufer bis zum Festivalleiter.

Statt ihre gewohnten Funktionen zu erfüllen, sollen sie in Fuck all that shit! "den Publikumsalbtraum schlecht-hin" produzieren, heißt es mit Augenzwinkern.

Zu nächtlicher Stunde verwandelt sich das Kasino am Schwarzenbergplatz in eine interaktive Wunschmaschine, die mit der Energie eines Punk-Konzertes den Theaterraum erobern soll: "Hier ist nichts so, wie es sein sollte", verspricht Kraus, sollen doch die Rahmenbedingungen von Performance als "soziales Event" durch den Virenbefall lahm gelegt werden.

Mit von der Partie im Kampf gegen fixierte Zuschreibungen von Identität und Funktion sind Kraus' Kunst-Figur JohnPlayerSpezial und Fritz Ostermayer als Ein-Mann-Band. Die Liste der Special Guests ist prominent besetzt: Von Christoph Schlingensief bis zu Helge Schneider.

Denn "Demokratisierung von Kunst in Richtung Selbstermächtigung und subversiver Vervielfältigung" ist ein Schlachtruf dieses Happenings. (hel/SPEZIAL/DER STANDARD, Printausgabe, 25.7.2006)

"Fuck all that shit!"
im Kasino Schwarzenbergplatz
26. bis 28. 7., 23.00
  • Barbara Kraus verwandelt das Kasino in eine interaktive Wunschmaschine.
    foto: esel

    Barbara Kraus verwandelt das Kasino in eine interaktive Wunschmaschine.

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