Lahoud wirft Israel Einsatz von Phosphorbomben vor

27. Juli 2006, 07:31
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Appell an Vereinte Nationen - Militär weist Anschuldigungen zurück

Paris - Der libanesische Präsident Emile Lahoud hat das israelische Militär beschuldigt, bei seiner Offensive im Libanon auch Phosphorbomben zu benutzen. Es sei fraglich, ob der Einsatz solcher Bomben gegen Zivilisten und Kinder nach der Genfer Konvention erlaubt sei, fügte Lahoud am Montag im Gespräch mit dem französischen Radiosender RFI hinzu. Das Staatsoberhaupt gab keine näheren Erläuterungen zu dem Vorwurf ab, appellierte aber zugleich an die Vereinten Nationen, sich für ein Ende der israelischen Angriffe einzusetzen. "Das Massaker muss so schnell wie möglich gestoppt werden", sagte Lahoud. "Danach können wir über alles reden."

Die israelische Armee wies die Anschuldigungen zurück. Mit den im Libanon eingesetzten Waffen verletzte das Militär keinerlei internationale Normen, sagte eine Sprecherin. (APA/Reuters)

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