Lahoud: Keine Hisbollah-Entwaffnung durch Gewalt

25. Juli 2006, 07:05
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Libanesischer Präsident: UNO-Resolution 1559 kann nur durch Dialog der Libanesen untereinander umgesetzt werden

Paris - Eine Entwaffnung der pro-iranischen Hisbollah-Milizen durch militärische Gewalt ist nach Auffassung des libanesischen Präsidenten Emile Lahoud nicht möglich. Lahoud sagte am Montag gegenüber dem französischen Auslandssender RFI, die entsprechende UNO-Resolution 1559 könne nur durch einen "Dialog der Libanesen untereinander" umgesetzt werden. Die Vereinten Nationen hätten den Libanesen Zeit zur Diskussion über die Anwendung der UNO-Resolition gegeben, betonte Lahoud, der als Syrien nahe stehend gilt.

"Ablenkung"

Der israelische Militäreinsatz lenke die internationale Aufmerksamkeit vom "Hauptproblem" des Landes ab. Das sei die hohe Zahl palästinensischer Flüchtlinge. Israel wolle, dass die etwa 500.000 palästinensischen Flüchtlinge im Libanon blieben. Jedoch hätten sie auf Grund einer UNO-Resolution ein Rückkehrrecht. Wegen ihres Kinderreichtums bedrohten diese Flüchtlinge das demographische Gleichgewicht des Libanon, sagte Lahoud weiter. (APA/dpa)

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    Präsident Emile Lahoud nach dem Besuch von Zerstörten Armeembarracken im Osten Beiruts.

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