RSF verurteilt Tötung von Medienvertretern in Nahost

26. Juli 2006, 12:59
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Zerstörung von Telekommunikationseinrichtungen und Sendeanlagen kritisiert

Die internationale Organisation zur Verteidigung der Pressefreiheit "Reporter ohne Grenzen" (RSF bzw. ROG) hat die Tötung zweier Medienmitarbeiter durch israelische Luftangriffe im Libanon verurteilt. In einer am Montag in Berlin und Paris veröffentlichten Erklärung heißt es, am Sonntag sei in der Gegend von Tyrus durch Luftangriffe die Fotojournalistin Layal Najib ums Leben gekommen. Bereits am Samstag sei der Techniker Sleiman Chidia vom TV-Sender "Lebanese Broadcasting Corporation" (LBC) bei einem Angriff auf eine Sendestation getötet worden.

Wie zuvor die Internationale Journalisten-Föderation (IFJ) kritisierte auch ROG die Zerstörung von Telekommunikationseinrichtungen und Sendeanlagen, die Sendeausfälle zur Folge gehabt hätten. Betroffen sei auch der Hisbollah-Sender Al Manar gewesen. Medien und ihre Mitarbeiter dürften "auf keinen Fall Ziel des Militärs sein", erklärte ROG. Die Organisation forderte die Konfliktparteien auf, den Status von Journalisten als Zivilisten zu respektieren. Dies sei in der Genfer Konvention zum Schutz von Zivilpersonen in Kriegszeiten verankert. (APA/AP)

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