Autobahnpolizei mit Porsche 911 "sehr zufrieden"

24. Juli 2006, 20:41
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Innenministerium zieht nach 20.000 Kilometern positive Zwischenbilanz - Abschreckung wirkt

Salzburg - Mehr als 20.000 Kilometer hat das schnellste Polizeiauto Österreichs - ein Porsche 911 Carrera - seit Beginn des Probebetriebes im Mai auf den Tachometer gebracht. "Die Präventivwirkung ist ausgezeichnet. Viele Autofahrer bremsen gleich ab, wenn sie ihn sehen", zog Markus Amann, Sprecher von Innenministerin Liese Prokop (V), am Montag eine positive Zwischenbilanz.

Bis zu 285 km/h schnell

Die Firma Porsche Austria mit Sitz in Salzburg hat der Polizei den 325 PS starken und 285 km/h schnellen Flitzer bis Ende Oktober 2006 probeweise zur Verfügung gestellt. Seit 9. Mai ist der silberfarbene Porsche im Polizei-Design auf den Transitrouten "non stopp" im Einsatz. Die Autobahnpolizei jedes Bundeslandes kommt zwei bis drei Wochen in den Genuss des flotten Dienstwagens, der allein schon durch seine Präsenz allen rennsportlichen Ambitionen einzelner Verkehrsteilnehmer Einhalt gebieten soll.

Und es funktioniert offenbar sehr gut. Abgeschreckt von der Aufmachung des Polizeiautos, "fuhren die Leute statt den erlaubten 130 km/h nur mehr 110 km/h", schilderte Amann die Erfahrungen der Beamten auf der Brennerautobahn in Tirol. Dementsprechend positiv sei auch das Feedback der Autobahnpolizisten. Der Porsche beschleunige enorm - nämlich in fünf Sekunden von null auf Tempo hundert - und lasse den Rasern damit keine Chance.

"Keine Beschwerden"

Zufrieden ist auch der Geschäftsführer von Porsche Österreich, Helmut Eggert. "Das Projekt läuft gut, es gab keine Beschwerden. Die Reaktionen seitens der Öffentlichkeit und der Autobahnpolizei sind sehr positiv." Derzeit lauert der Polizei-Porsche den Rasern in Vorarlberg auf. Am 7. August kommt er für drei Wochen nach Salzburg.

Noch steht nicht fest, ob das rund 95.000 Euro teure Coupe nach dem halben Jahr weiterhin im Exekutiv-Dienst bleibt. Bisher musste das Innenministerium nur die Betriebskosten zahlen. Im Herbst wird Bilanz gezogen. Erst danach könne über einen möglichen Ankauf oder ein Leasing nachgedacht werden, hieß es. Einzig der etwas enge Innenraum sorgt noch für Kopfzerbrechen. Für die Ausrüstungsgegenstände der Polizei ist nicht sehr viel Platz. Hier müsse man noch Verbesserungsmöglichkeiten finden. (APA)

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