Wal- und Delfinsichtungen vor Schottland häufen sich

24. Juli 2006, 14:41
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Forscher sehen Erwärmung der nördlichen Meere als Grund für den Zug in neue Gewässer

London - Vor der schottischen Küste sind in den vergangenen Wochen deutlich mehr Wale und Delfine gesichtet worden als je zuvor. Britische Wissenschafter machen dafür die Erwärmung der nördlichen Meere durch die anhaltende Hitzewelle sowie erhöhte Temperaturen bereits seit einigen Jahren verantwortlich, wie der Sender BBC am Montag berichtete.

Neue Sommergäste

So seien jetzt Delfinschulen mit bis zu zwölf Tieren gesichtet worden. Dabei habe es sich um den so genannten Gemeinen Delfin gehandelt, der früher zumeist nur bis zu den südenglischen Küsten vordrang. Auch die Zahl der Zwergwale sei derzeit vor Schottland weit höher als üblich.

Genaue Erhebungen folgen

Die offensichtlich höhere Zahl der Delfine und Wale vor Schottland "reflektiert wahrscheinlich die Erwärmung der Meeresoberfläche, die seit einigen Jahren anhält", sagte der Experte Peter Evans von der "Sea Watch Foundation" der BBC. Genaue Zahlen will die Organisation nach einer konzentrierten Meeresbeobachtung mit zahlreichen Helfern in der Zeit vom 12. bis 20. August vorlegen. (APA/dpa)

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