NÖM wächst mit neuen Produkten

21. August 2006, 14:00
posten

Während sich der heimische Milchprodukt-Markt negativ ent­wickelt, verzeichnet der niederösterreichische Molkereikonzern - auch dank der Marke "FruFru" - kräftige Zuwächse

Wien - Der niederösterreichische Molkereikonzern NÖM mit Sitz in Baden bei Wien ist auf Grund eines breit angelegten Markenrelaunches, neuer Produkte und der Umstellung der gesamten Frischmilch auf gentechnikfreie Produktion gegen den Markt gewachsen. "Das erste Halbjahr 2006 ist sowohl in der weißen, als auch in der bunten Palette sensationell gelaufen", zog NÖM-Vorstand Alfred Berger Bilanz.

Ziel der NÖM sei es, in Österreich Marktführer bei Molkereiprodukten zu werden. In Europa will der niederösterreichische Molkereiriese vor allem mit Nischenprodukten einer der führenden Handelsmarken-Anbieter werden, gibt Berger den Weg vor. Derzeit sei die NÖM bereits bei 39 der 40 größten Handelshäuser in 18 Ländern gelistet. Die Exportquote soll bis 2007 von derzeit 45 auf 50 Prozent weiter ausgebaut werden.

Kräftiges Wachstum im Milchbereich

Während der heimische Milchmarkt in der weißen Palette (Milch, Naturjoghurt, Topfen) laut ACNielsen bis Ende Juni 2006 im Jahresvergleich ein Minus von 3 Prozent eingefahren hat, verzeichnete die NÖM ein Plus von 7,3 Prozent. Die positive Entwicklung sei vor allem auf Innovationen im Milchbereich zurückzuführen. "NÖM-Milch geht aber auch gut, weil wir die gesamte Frischmilchproduktion auf GVO-frei umgestellt haben", führte Berger einen weiteren Erfolgsfaktor an: "Die Konsumenten haben das honoriert".

Der Bereich Frischmilch ist bis Ende Juni bei NÖM um 9 Prozent gewachsen, österreichweit gab es laut ACNielsen ein Minus von 4 Prozent. Der Marktanteil (Menge) liegt demnach im Trinkmilch-Segment bei 19,1 Prozent, was gegenüber dem Vorjahr ein Plus von 2 Prozentpunkten bedeutet. "Damit ist die NÖM bei frischer Trinkmilch mehr als doppelt so groß wie der nächste Mitbewerber", zeigte sich Berger erfreut.

Auch in der bunten Palette (Milchmischgetränke, Fruchtjoghurt, Getränke auf Sauermilchbasis) zeige sich ein ähnliches Bild, hieß es. Die negative Marktentwicklung habe sich auch 2006 fortgesetzt (minus 1,5 Prozent im ersten Halbjahr). Bei der NÖM sei es dagegen zu einer "Trendumkehr" mit einem Mengenwachstum in der bunten Palette von 9,7 Prozent gekommen. Der Marktanteil von NÖM in der bunten Palette liegt laut ACNielsen bei 19,7 Prozent, nach 17,7 Prozent im Vorjahr.

FruFru mit Absatz-Verdoppelung

Das Wachstum sei vor allem auf die Marke "FruFru" zurückzuführen, deren Absatz sich seit dem Relaunch im März 2005 verdoppelt habe. Mit der Markteinführung eines "FruFru"-Drinks im Mai 2006 wurde die Marke erweitert. "FruFru" sei damit österreichweit unter die fünf größten Marken der bunten Palette aufgestiegen, hieß es.

Auch beim traditionellen NömMix sei man "gut unterwegs", der Rückgang habe sich von minus 12 auf minus 3,5 Prozent im ersten Halbjahr reduziert, zeigte sich der NÖM-Vorstand zufrieden. Der Relaunch der NÖM-Fasten-Produkte habe sich nach einem Marktrückgang 2005 im ersten Halbjahr mit einem Plus von 8 Prozent zu Buche geschlagen, sagte Berger.

Die NÖM ist nach der Berglandmilch Österreichs zweitgrößte Molkerei und verbuchte 2005 einen Umsatz von 276,8 Mio. Euro, nach 257 Mio. Euro 2004. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) lag 2004 bei 14,6 Mio. Euro, für 2005 will die NÖM Ende August die Daten veröffentlichen. Im NÖM-Konzern sind knapp über 600 Mitarbeiter beschäftigt. Für das laufende Geschäftsjahr geht Berger von einem Umsatzwachstum von 6 bis 8 Prozent aus. (APA)

Link
NÖM
  • "FruFru"-Relaunch gegen den Markt.
    foto: nöm

    "FruFru"-Relaunch gegen den Markt.

Share if you care.