Tausende Ukrainer bei Kundgebung für Israel

24. Juli 2006, 13:31
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Deutsche Bundestagsabgeordnete aus Solidarität nach Haifa gereist

Kiew/Moskau/Berlin - Tausende haben am Montag in der ukrainischen Hauptstadt Kiew Israel ihre Unterstützung bekundet. Die Menschen schwenkten am Platz der Völkerfreundschaft israelische Flaggen, wie die Nachrichtenagentur Interfax meldete.

Die Kundgebung sei ein Zeichen der Solidarität mit Israel im Kampf gegen die Hisbollah, sagte ein Sprecher der jüdischen Gemeinschaft in der Ukraine. Nach Polizeiangaben nahmen 8.000 Menschen an der Demonstration teil.

Deutsche Bundestagsabgeordnete aus Solidarität in Israel

Inmitten der Nahostkrise ist eine Gruppe deutscher Parlamentarier um den Grünen-Bundestagsabgeordneten Jerzy Montag in die israelische Hafenstadt Haifa gereist. Der Politiker sagte am Montag im RBB-Inforadio, er werde von einem weiteren Mitglied der deutsch-israelischen Parlamentariergruppe sowie vier Vertretern der deutsch-israelischen Gesellschaft begleitet. Ziel sei es, den Menschen in Israel ihre Solidarität zu zeigen; Israel sei in dem aktuellen Konflikt das angegriffene Land.

Montag sagte: "Wir besuchen Krankenhäuser, Altersheime, wir sprechen mit den Verantwortlichen für die Koordinierung der Notfallmaßnahmen. Ich glaube, dass es sinnvoll ist, den Menschen in Israel zu zeigen, dass sie in der Situation nicht alleine sind."

Militärische Aktionen "vom Verteidigungsrecht her gedeckt"

Die militärischen Aktionen der israelische Armee seien "für uns vom Verteidigungsrecht her gedeckt, denn die Hisbollah hat diese Auseinandersetzung begonnen", sagte Montag. Dennoch hoffe er auf ein rasches Ende der Gefechte im israelisch-libanesischen Grenzgebiet. Mögliche Gespräche könnten aber erst beginnen, wenn die verschleppten israelischen Soldaten wohlbehalten zurückgegeben würden, sagte der Grünen-Abgeordnete. Nach der militärischen Auseinandersetzung wäre es aus seiner Sicht eine Option, eine robuste internationale Einheit in das Grenzgebiet zu entsenden. "Und wenn auch Israel damit im Grundsatz einverstanden ist, dann ist das ein Schritt in die richtige Richtung." (APA/dpa)

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