Sieben Ertrunkene in Italien an einem Tag

25. Juli 2006, 14:39
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In einem Jahr ertrinken jährlich etwa 450 Menschen - 80 Prozent davon sind Männer

Rom - Besorgnis herrscht in Italien wegen zunehmender Todesfälle durch Ertrinken: Allein am gestrigen Sonntag sind sieben Menschen ertrunken, darunter ein zweijähriges Kind. In den vergangenen zwölf Monaten starben auf diese Weise in den italienischen Seen, Flüssen sowie in Schwimmbecken 450 Personen.

Die meisten tödlichen Badeunfälle werden in den Monaten Juni, Juli und August verzeichnet, berichteten Experten. Es gäbe einen offenbaren Zusammenhang zwischen den heißeren Sommern und der Unfallbilanz. Sogar Nichtschwimmer, die sich sonst nicht ins Wasser wagten, suchten Abkühlung.

Baden in der Mittagszeit am gefährlichsten

80 Prozent der Ertrunkenen im vergangenen Jahr waren Männer. Die Hälfte der Opfer hatte gebadet, nachdem sie übermäßig Alkohol getrunken hatten. Am gefährlichsten sei das Baden in der Hitze um die Mittagszeit, sagten Experten.

Der italienische Konsumentenschutzverband Telefono Blu forderte die Gemeinden auf, an den Stränden mehr Bademeister mit Wasserscootern einzusetzen. Damit könnte in Not Geratenen schneller geholfen werden. Weiters wurden längere Arbeitszeiten für die Bademeister gefordert, um mehr Aufsicht an den italienischen Stränden zu gewährleisten. (APA)

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