UNO-Hilfsgüter für den Libanon in Syrien wegen Angriffen blockiert

24. Juli 2006, 16:54
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Flüchtlingshochkommissariat: Lage von Geflohenen in Bergen nördlich von Beirut prekär

Genf - Das UNO-Flüchtlingshochkommissariat (UNHCR) kann nach eigenen Angaben die Flüchtlinge im Libanon von Syrien aus nicht auf dem Landweg erreichen. Es gebe keinen humanitären Korridor, der eine gefahrlose Versorgung der Vertriebenen ermögliche, erklärte das UNHCR am Sonntag in Genf. Deshalb lagerten in Syrien tonnenweise Hilfsgüter, darunter Zelte, Matratzen und Decken. Das Material sei am Freitag aus Jordanien nach Damaskus gebracht worden.

Wenn der Landweg weiter blockiert bleibe, müssten die Hilfsgüter über einen Umweg nach Zypern und dann per Schiff in den Libanon eingeführt werden, erklärte UNHCR-Regionaldirektor Ekber Menemencioglu. Besorgt sei das Hochkommissariat insbesondere über die Lage der rund 90.000 Menschen, die in den Bergen nördlich der libanesischen Hauptstadt Beirut Zuflucht gefunden hätten. Die Lebensbedingungen dort seien prekär. Die Lebensmittel gingen zur Neige. (APA)

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