Peres: "Wir würden niemals den Libanon angreifen"

24. Juli 2006, 14:25
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Verhandlungen mit der Hisbollah von Israels Vizepremier abgelehnt

Berlin - Israels stellvertretender Ministerpräsident Shimon Peres hat Verhandlungen seines Landes mit der radikal-islamischen Hisbollah abgelehnt. Nur der Libanon selbst könne mit der Hisbollah verhandeln. In der ARD-Sendung "Sabine Christiansen" sagte Peres am Sonntagabend, die israelischen Angriffe gälten nicht dem Libanon, sondern ausschließlich der Hisbollah. "Wir würden niemals den Libanon angreifen."

Peres bezeichnete die Hisbollah als iranische Fremdenlegion. Er beschuldigte den Iran, die Hisbollah mit 100 Millionen Dollar (78,9 Mio. Euro) pro Jahr zu finanzieren. "Sie sind ein verlängerter Arm terroristischer Kreise aus der iranischen Politik, sie sind ihre Fremdenlegion sozusagen", sagte Peres weiter.

Den Einsatz einer internationalen Friedenstruppe zur Lösung des Konflikts sieht Peres sehr skeptisch. "Wir glauben, dass wir uns selbst verteidigen müssen, wir bitten niemanden darum, unser Leben zu verteidigen", sagte der Politiker. Eine internationale Friedenstruppe mache nur Sinn, wenn diese auch die Möglichkeit habe, die Hisbollah zu entwaffnen. (APA/dpa)

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