Rapid von null auf hundert

27. Juli 2006, 10:59
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Voller Erfolg nach Mattersburg-Desaster - Torerfolg von Neuzu­gang Bilic beim 4:1 gegen Sturm - Hlinka traf aus 53 Metern

Der SK Rapid Wien hat im ersten Heimspiel der Fußball-Bundesliga-Saison 2006/07 seine Fans für die 0:1-Auftaktniederlage in Mattersburg entschädigt. Gegen Sturm Graz feierten die Grün-Weißen am Sonntag dank einer vor der Pause teils inferioren Grazer Hintermannschaft ein verdientes 4:1 (3:0). In der Tabelle schob sich Rapid damit auf den vierten Rang vor, das mit drei Minuspunkten gestartete Sturm bleibt weiter Tabellenletzter und hat bereits sieben Treffer erhalten.

Hofmann nur Zuschauer

Vor den Augen von Heimkehrer Steffen Hofmann lagen die Hütteldorfer bereits nach 19 Minuten nach Toren von Bilic, Valachovic und Hlinka 3:0 voran. Besonders das dritte Tor verdiente das Prädikat "sehenswert": Der Slowake zirkelte den Ball von der Mittelauflage aus über Sturm-Torhüter Szamotulski ins Tor. Nachdem Prettenthaler auf 1:3 verkürzt hatte, stellte Bazina den Endstand her.

16.900 Zuschauer, fast gleich viele wie in den drei Samstag-Partien zusammen, waren zur Heim-Premiere ins Hanappi-Stadion gekommen. Nach einer kurzen Schrecksekunde, als Verlaat nach einem Sturm-Eckball den Ball volley über das Kreuz-Eck schoss (8.), zeigte die Zellhofer-Elf, wer der Herr auf dem Platz ist. Neuzugang Bilic bot eine starke Vorstellung, nach einer Bazina-Vorlage per "Fersler" zog der Kroate Richtung Sturm-Tor und schob Szamotulski den Ball durch die Beine (10.). Schon eine Minute zuvor hatte er per Kopf nur knapp die Führung verpasst.

Tor aus 53 Metern

Der unsichere Pole im Grazer Tor bescherte dem Rekordmeister zwei Minuten später ein weiteres Erfolgserlebnis. Ein Dollinger-Eckball senkte sich über den schlecht platzierten Schlussmann, Valachovic köpfelte zum 2:0 ein (12.). Richtig "baff" war Szamotulski auch, als ihn Hlinka in der 19. Minute aus 53 m überhob. Der slowakische Internationale hatte Sturm-Youngster Gerald Säumel zuvor den Ball abgenommen.

Die junge Sturm-Truppe bot vor allem in der Defensive eine extrem schwach Leistung, die Schuss-Bilanz von 13:3 bei Pausenpfiff sprach Bände. Einzig ein Sarac-Eckball, der am Rapid-Tor vorbeistrich, sorgte für grün-weiße Verwirrung (25.).

Aufbäumen

In den zweiten 45 Minuten fiel Rapid, das den Vorsprung nur verwalten wollte, zurück. Die Grazer, bei denen Trainer Foda mit Rabihou eine zweite Spitze brachte, bäumten sich noch einmal auf. Rauter traf aus spitzem Winkel nur die Stange (51.), ehe der eingewechselte Prettenthaler nach einem Schuss des Stürmers per Abstauber auf 1:3 (55.) stellte. Ein Versuch von Sarac wurde von Valachovic abgeblockt (59.), Krammer verpasste zweimal (67, 72.) die Chance auf den Anschlusstreffer.

Rapid fand bis auf einen Bilic-Versuch (83.) lange Zeit keine zwingende Möglichkeit vor, bis Bazina vier Minuten vor Ende des Spieles mit seinem erst zweiten Tor im Rapid-Trikot den Endstand herstellte. Der Kroate scorte nach Thonhofer-Flanke per Kopf (86.). (APA)

  • SK Rapid Wien - SK Puntigamer Sturm Graz 4:1 (3:0). Wien, Hanappi-Stadion, 16.900, SR Hofmann.

    Tore:
    1:0 (10.) Bilic
    2:0 (12.) Valachovic
    3:0 (19.) Hlinka
    3:1 (55.) Prettenthaler
    4:1 (86.) Bazina

    Rapid: Payer - Dober (83. Thonhofer), Valachovic, Martin Hiden, Katzer - Garics, Vorisek (73. Bejbl), Hlinka, Dollinger - Bazina - Bilic (88. Kincl)

    Sturm: Szamotulski - Ertl (78. Nzuzi), Mörec, Verlaat - Krammer, Salmutter (46. Rabihou), Ledwon, Gerald Säumel (46. Prettenthaler), Leitgeb, Sarac - Rauter

    Gelbe Karten: Garics, Hiden bzw. Krammer, Rauter, Verlaat, Sarac

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      Zweites Spiel, erster Treffer von Mate Bilic (re) für Rapid.

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      Pressekonferenz mit Heimkehrer Steffen Hofmann vor dem Match. Natürlich auch vor Ort: Coach Georg Zellhofer (li), Präsident Rudolf Edlinger und Sportdirektor Peter Schöttel (re)

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