Olmert wirft Medien "Einseitigkeit" vor

24. Juli 2006, 16:54
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Israels Ministerpräsident: "Opfer als Aggressor dargestellt"

Jerusalem - Israels Ministerpräsident Ehud Olmert hat den internationalen Medien Einseitigkeit in ihrer Libanon-Berichterstattung vorgeworfen. "Die massive, brutale und mörderische Grauenhaftigkeit der Hisbollah wird auf den Fernsehschirmen außerhalb Israels leider nicht in ihrer vollen Intensität dargestellt", sagte Olmert am Sonntag vor Journalisten. "Es wird ein verzerrtes Bild präsentiert, in dem das Opfer als Aggressor dargestellt wird."

Um diesem Bild Israels etwas entgegen zu setzen, schickt Olmert seinen Stellvertreter, Friedensnobelpreisträger Shimon Peres, nach Europa und die USA. Er solle dort, die Position Israels erläutern, sagte ein Sprecher Olmerts.

Die Kämpfe zwischen Israel und der libanesischen Hisbollah waren am 12. Juli ausgebrochen. Die radikal-islamische Gruppe hatte zwei israelische Soldaten entführt und acht weitere getötet. Israel reagierte darauf mit massiven Angriffen auf Ziele im Libanon. Dabei wurden bisher rund 365 Menschen getötet und Infrastruktureinrichtungen des Landes zerstört. Mindestens 37 Israelis kamen ums Leben, darunter 17 Zivilisten, die durch den Einschlag von Hisbollah-Raketen im Norden Israels getötet wurden. (APA/Reuters)

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