Löscheinsatz am Steffl

25. Juli 2006, 17:27
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Gerüst und Fassaden-Verkleidung brannten in 60 Meter Höhe - Brandursache unklar - "Ein Glück, dass nicht mehr passiert ist"

Wien - Ein Feuer beim Wiener Stephansdom ist am Sonntagnachmittag gerade noch rechtzeitig vom Mesner des Sakralbaus entdeckt worden sein. Der Kleinbrand im Baustellenbereich des Südturms in 60 Metern Höhe konnte zwar rasch gelöscht werden, es sei aber "ein Glück, dass nicht mehr passiert ist", sagte ein Sprecher der Feuerwehr am Montag zur APA. "Das Holz brennt bei der Trockenheit wie Zunder", meinte er. Auf drei Etagen des nordseitigen Gerüsts stand der Holzbretterbelag in Flammen.

Über die Brandursache herrschte am Montag nach wie vor Rätselraten. Die Einsatzkräfte äußerten den "starken Verdacht", dass eine weggeworfene Zigarette das Gerüst zum Brennen gebracht haben könnte. "Jemand könnte sie von einer Aussichtsplattform geworfen haben oder eine Taube könnte sie hinaufgetragen haben", mutmaßte der Sprecher.

Keine Schäden am Dom

Schäden am Dom sind durch den Kleinbrand keine entstanden. Auch bei der Nachuntersuchung am Sonntagabend stellten die Einsatzkräfte keine weitere Gefahr für das 850 Jahre alte Wahrzeichen fest. Die Arbeiten bei der Baustelle sollen nun planmäßig weitergehen können.

Der Mesner des Steffls hatte am Sonntagnachmittag um 15.51 Uhr Alarm geschlagen. Mit drei Löschwagen und 30 Mann rückte die Feuerwehr zum Stephansplatz aus. Nach einer halben Stunde konnte "Brand aus" gegeben werden. Um die zahlreichen Schaulustigen abzuschirmen, hatte die Polizei Absperrungen errichtet. (APA)

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    Die Hitze wird als Brandursache am Steffl ausgeschlossen.

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    Das Lösch-Equipment musste zum Brandherd in 60 Metern Höhe hinaufgetragen werden.

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