US-Armee: Saddam Hussein wird künstlich ernährt

26. Juli 2006, 13:45
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Durch Hungerstreik stark geschwächt - Seit 8. Juli trinkt Ex-Staatschef nur noch Wasser

Bagdad - Der wegen eines Hungerstreiks ins Krankenhaus eingelieferte irakische Ex-Präsident Saddam Hussein schwebt nach Angaben der US-Armee nicht in Lebensgefahr. Sein Gesundheitszustand werde permanent vom medizinischen Personal überwacht und sein Leben sei nicht in Gefahr, sagte Oberstleutnant Keir-Kevin Curry am Montag in Bagdad. Saddam Hussein setze seinen Hungerstreik fort, werde aber über eine Magensonde ernährt. Auch zwei Mitangeklagte, die sich ebenfalls im Hungerstreik befänden, würden medizinisch überwacht. Um welche Angeklagten es sich dabei handelt, sagte Curry nicht. Alle Betroffenen erhielten eine "adäquate medizinische Behandlung und Überwachung".

Saddam Hussein hatte seit dem 8. Juli aus Protest gegen ein Gerichtsverfahren gegen ihn nur noch Flüssigkeit zu sich genommen; am Sonntag wurde er in ein Krankenhaus eingewiesen. Der Ex-Präsident muss sich derzeit zusammen mit sieben Mitangeklagten wegen eines Massakers an 148 Bewohnern des schiitischen Dorfes Dujail vor Gericht verantworten. Der Prozess sollte am Montag in Bagdad ohne Saddam Hussein fortgesetzt werden. (APA/dpa/Reuters)

  • Bild nicht mehr verfügbar

    Saddam während der Gerichtsverhandlung

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