LA: Kein EM-Limit bei ÖM

31. Juli 2006, 10:47
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Sprint-Double an Lachkovics - Siege für EM-Teilnehmer Lichtenegger, Spitzl, Watzek, Maurer

Schwechat - Keine Auswirkungen haben die Staatsmeisterschaften in Schwechat auf das österreichische Aufgebot für die Leichtathletik-Europameisterschaften von 7. bis 13. August gehabt. Es bleibt vorerst bei neun Qualifizierten, der Ticketschalter für die Reise nach Göteborg ist allerdings noch bis Freitag offen, zahlreiche Athleten werden an diesem Tag beim Austrian-Top-4 Meeting in Wolfsberg an den Start gehen und wollen ihre letzte Chance noch nützen.

Das ÖM-Sprint-Double bei den Männern ging an Martin Lachkovics, der nach den 100 m am Sonntag auch den Sieg über die doppelte Distanz in 21,29 Sekunden für sich verbuchte. "Ich bin ja eigentlich nur noch Hobby-Athlet, daher haben mich selbst meine beiden Titel wohl am meisten überrascht. Vor allem der 200-er war wegen der Hitze brutal", sagte der Sieger. Bei den Damen gewann Doris Röser in 24,13 Sekunden.

Im Speerwurf verwies Gregor Högler (LCC Wien) mit der Saisonbestleistung von 75,97 Metern Titelverteidiger Klaus Ambrosch (Union Salzburg/74,29 m) auf Platz zwei. "Ich bin mehr als zufrieden, hätte nicht gedacht, dass es so gut geht. Jetzt ist das EM-Limit (77,00 m/Anm.) vielleicht doch noch in Reichweite", meinte Högler, der bei den Kontinentaltitelkämpfen Gerhard Mayer als Trainer betreut.

Im Hürdensprint gab es bei den Frauen einen Ex-Aequo-Sieg durch die für die EM qualifizierte Marie-Elisabeth Maurer (ÖTB Salzburg) und die noch ums Limit kämpfende Victoria Schreibeis (DSG Wien) in 13,66 Sekunden. Bis zur letzten Hürde lag noch die schließlich drittplatzierte Daniela Wöckinger (ULC Linz/13,68) voran. "Der Start war nicht so gut. Am Schluss bin ich stärker geworden und habe versucht, mich ins Ziel zu werfen. Die Vorbereitung war bei dieser Hitze extrem schwierig. Eine Chance aufs EM-Limit (13,35/Anm.) gibt's noch", sagte Schreibeis.

Maurer, mit 13,12 Sekunden Jahresbeste, war erst vor wenigen Tagen von ihrem Studienort in Kansas nach Österreich heimgekehrt. "Die Zeitumstellung macht mir noch etwas zu schaffen, diese Woche habe ich sehr wenig geschlafen. Ich bin noch in der Vorbereitung für Göteborg und muss erst so richtig in Wettkampfform kommen."

Bei den Männern über 110 m siegte Elmar Lichtenegger (Dr. Auer AC) in 13,92 Sekunden. "Das war nicht das Wahre, für die EM muss die Form noch besser werden. Vom Gefühl her war das Rennen ganz okay, aber die Zeit ist nicht gut. Leider hatten wir auch leichten Gegenwind", sagte der Kärntner, der nach dem Meeting in Wolfsberg noch zwei Wochen "konzentriert Zeit zur unmittelbaren Vorbereitung für Göteborg" hat.

Siege gab es auch für die EM-Teilnehmer Veronika Watzek (LC Villach) im Diskuswurf mit 50,88 Meter und Daniel Spitzl (BSV Brixlegg) über 1.500 m in 3:57,10 Minuten. Den 1.500-m-Titel bei den Frauen holte sich überraschend Sylvia Aschenberger (Union Salzburg) in 4:41,41 Minuten. Favoritin Lisa-Maria Leutner gab 200 m vor dem Ziel auf, sie hatte zu diesem Zeitpunkt bereits Rückstand. (APA)

Bisher für die EM in Göteborg qualifizierte ÖLV-Athleten: Elmar Lichtenegger (110 m Hürden), Martin Steinbauer (5.000 m), Günther Weidlinger, Martin Pröll (beide 3.000 m Hindernis), Daniel Spitzl (1.500 m), Veronika Watzek (Diskus), Marie-Elisabeth Maurer (100 m Hürden), Susanne Pumper (Marathon/Start aber eventuell 10.000 m), Bettina Müller (100 m)

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