Korruptionsverdacht bei VW und Zulieferer Faurecia

24. Juli 2006, 15:30
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Laut Zeitungsbericht Ermittlungen wegen Bestechung und Bestechlichkeit

Frankfurt - Die Staatsanwaltschaft Frankfurt ermittelt nach einem Zeitungsbericht gegen Beschäftigte des Autozulieferers Faurecia sowie von Volkswagen. Beschäftigte des französischen Autozulieferers sollen Angestellte von VW und der Tochter Audi bestochen haben, wie die "Frankfurter Rundschau" am Samstag berichtete. Die Staatsanwaltschaft Frankfurt habe Ermittlungen wegen des Verdachts der Bestechung und Bestechlichkeit bestätigt.

Untersuchungen gegen 20 Personen

Bisher richteten sich die Untersuchungen gegen 20 Personen. Dabei gehe es um Zahlungen von 600.000 bis 800.000 Euro im Jahr, die von Faurecia an VW-Beschäftigte geflossen sein sollen. Ob dadurch tatsächlich Aufträge bei dem Autobauer errungen wurden und der Wettbewerb zu Lasten von VW ausgeschaltet wurde, lasse sich derzeit nicht sagen. Eine Erweiterung des Falls sei nicht auszuschließen.

Mitarbeiter sofort freigestell

"Wir wissen von dem Fall", sagte ein Volkswagen-Sprecher am Samstag. Das Unternehmen unterstütze die Staatsanwaltschaft und das deutsche Bundeskriminalamt aktiv bei den Ermittlungen. "Bis zur vollständigen Klärung sind Mitarbeiter sofort freigestellt worden, sofern sie noch bei VW tätig waren." Zu einem möglichen Schaden äußert sich der Sprecher nicht. (APA/Reuters)

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